Tee, Honig, Taschentücher, Kochsalzspray und Thermometer als Hausmittel bei Erkältung

10 Hausmittel gegen Erkältung: Was bei Husten, Halsweh & Schnupfen guttut

Natürlich passiert es am Wochenende.

Der Hals kratzt, die Nase wird immer dichter und auf einmal fühlt sich selbst der Weg vom Sofa in die Küche nach einer unnötig großen Aufgabe an. Die normale Apotheke hat längst geschlossen und zu Hause stehen zwar Tee, Honig und ein paar Küchenzutaten – aber was davon ist bei einer Erkältung wirklich sinnvoll?

Hausmittel können eine Erkältung nicht wegzaubern. Sie beseitigen keine Erkältungsviren und sorgen auch nicht zuverlässig dafür, dass du am nächsten Morgen wieder fit bist.

Sie können einzelne Beschwerden aber angenehmer machen. Ein warmes Getränk kann einen gereizten Hals beruhigen, Honig kann bei akutem Husten wohltuend sein und eine Kochsalzlösung kann eine verstopfte Nase befeuchten.

In diesem Artikel findest du zehn einfache Hausmittel und Maßnahmen, die sich zu Hause unkompliziert ausprobieren lassen. Dazu zeige ich dir, worauf du bei Kindern besonders achten solltest und wann Hausmittel nicht mehr ausreichen.

Wenn du nicht erst reagieren möchtest, wenn Halskratzen und Taschentuch-Chaos schon da sind, passt dazu mein Artikel Erkältung vorbeugen im Alltag. Dort geht es um typische Fehler bei Schlaf, Lüften, Hygiene und Alltagsroutinen – aber nicht jeder Infekt lässt sich verhindern.

Ist es wahrscheinlich nur eine Erkältung?

Eine typische Erkältung entwickelt sich häufig eher langsam. Oft beginnt sie mit Halskratzen, einer laufenden oder verstopften Nase, Niesen und später Husten. Auch Müdigkeit, leichtes Fieber sowie Kopf- oder Gliederschmerzen können dazukommen.

Eine Grippe beginnt dagegen häufig plötzlich und geht eher mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Schüttelfrost und stärkeren Muskel- oder Gliederschmerzen einher.

Auch COVID-19 und andere Atemwegsinfekte können ähnliche Beschwerden verursachen. Allein anhand der Symptome lässt sich deshalb nicht immer sicher erkennen, was dahintersteckt.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Apotheke geschlossen: Wo bekommst du trotzdem Hilfe?

Eine geschlossene Stammapotheke bedeutet nicht, dass du die ganze Nacht ohne Anlaufstelle bleibst.

Über die offizielle Notdienstsuche zum Beispiel von aponet kannst du prüfen, welche Apotheke in deiner Umgebung gerade Notdienst hat.

Brauchst du außerhalb der normalen Sprechzeiten ärztlichen Rat und kann das Problem nicht bis zum nächsten Werktag warten, erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Bei schwerer Atemnot, starken Brustschmerzen, Bewusstseinsstörungen oder einer anderen möglicherweise lebensbedrohlichen Situation ist dagegen die 112 zuständig.

Wann Hausmittel nicht mehr ausreichen

Ärztlichen Rat solltest du unter anderem einholen, wenn:

  • dir das Atmen schwerfällt
  • starke Brustschmerzen auftreten
  • du dich ungewöhnlich krank, benommen oder verwirrt fühlst
  • das Fieber über 39 °C steigt
  • die Beschwerden deutlich stärker werden
  • du kaum Flüssigkeit bei dir behalten kannst
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen auftreten
  • die Beschwerden nach einer ersten Besserung erneut deutlich schlimmer werden
  • du aufgrund einer chronischen Erkrankung ein erhöhtes Risiko hast

Bei Säuglingen, kleinen Kindern, älteren Menschen, Schwangeren und Personen mit chronischen Herz-, Lungen- oder Immunerkrankungen ist es sinnvoll, eher früher nachzufragen.

Hausmittel bei Kindern: Bitte nicht einfach übertragen

Was sich für einen Erwachsenen harmlos anhört, ist für ein kleines Kind nicht automatisch geeignet.

Besonders wichtig:

  • Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen.
  • Säuglinge und Kinder unter drei Jahren sollten keine Mittel mit ätherischen Ölen wie Menthol, Kampfer oder Eukalyptus erhalten.
  • Kinder sollten nicht über einer Schüssel mit heißem Wasser inhalieren.
  • Gurgeln ist nur geeignet, wenn das Kind die Flüssigkeit sicher wieder ausspucken kann.
  • Auch eine Nasendusche eignet sich erst, wenn ein Kind sie sicher anwenden kann.
  • Bei Atemproblemen, auffälliger Teilnahmslosigkeit oder wenn ein Kind kaum trinkt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Thermometer, Taschentücher, Wasser und Smartphone in einer häuslichen Erkältungssituation

1. Warme Getränke – trinken, was dir angenehm ist

Wenn der Hals kratzt und man friert, fühlt sich ein warmes Getränk oft einfach gut an.

Dabei muss es kein spezieller Erkältungstee sein. Du kannst beispielsweise ausprobieren:

  • Kräuter- oder Salbeitee
  • warmes Wasser
  • Tee mit etwas Zitrone
  • milden Ingwertee
  • warme Brühe

Ingwer, Zitrone und Kräuter beseitigen keine Erkältungsviren. Sie können einem einfachen Getränk aber einen Geschmack geben, den du an einem Erkältungstag gerne trinkst.

Du musst dich auch nicht dazu zwingen, mehrere Liter zusätzlich zu trinken. Wichtiger ist, dass du regelmäßig etwas trinkst und nicht zu wenig Flüssigkeit aufnimmst.

Mein Tipp: Lass dein Getränk angenehm abkühlen. Sehr heiße Getränke können einen ohnehin gereizten Hals zusätzlich unangenehm reizen.

2. Honig – wohltuend bei akutem Husten

Wenn der Husten abends nervt oder der Hals gereizt ist, kann Honig angenehm sein. Bei Infekten der oberen Atemwege gibt es Hinweise darauf, dass er akuten Husten etwas lindern kann.

So kannst du ihn verwenden:

  • einen Teelöffel langsam im Mund zergehen lassen
  • in einen angenehm warmen Tee einrühren
  • abends ausprobieren, wenn der Husten beim Einschlafen stört

Gib Honig nicht in kochend heiße Getränke. Entscheidend ist außerdem nicht eine bestimmte Honigsorte.

Wichtig: Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen. Für Säuglinge können im Honig enthaltene Bakteriensporen gefährlich sein.

3. Mit Salzwasser gurgeln – einfach bei Halskratzen

Lauwarmes Salzwasser kann die Schleimhäute im Hals befeuchten und sich bei Halskratzen angenehm anfühlen.

So kannst du es ausprobieren:

  • etwa einen halben Teelöffel Salz in ein Glas lauwarmes Wasser geben
  • gut umrühren
  • einige Sekunden damit gurgeln
  • die Flüssigkeit anschließend ausspucken

Salzwasser desinfiziert deinen Rachen nicht zuverlässig und verkürzt eine Erkältung nicht nachweislich.

Für kleine Kinder ist diese Methode nicht geeignet. Sie sollten erst gurgeln, wenn sie die Flüssigkeit sicher kontrollieren und wieder ausspucken können.

4. Kochsalzlösung – bei einer trockenen oder verstopften Nase

Eine Kochsalzlösung kann die Nasenschleimhaut befeuchten und dabei helfen, festsitzendes Sekret zu lösen.

Tee, Honig, Zitrone und Salzwasser als einfache Hausmittel bei Erkältung

Für eine unkomplizierte Anwendung kannst du ein fertiges Kochsalz-Nasenspray verwenden. Eine Nasendusche* kann ebenfalls angenehm sein, wenn du mit ihrer Anwendung gut zurechtkommst.

Dabei würde ich nicht frei nach Gefühl Salz und Wasser mischen. Unkomplizierter sind passend portionierte Salzbeutel, die nach der Anleitung der Nasendusche verwendet werden.

Achte außerdem darauf:

  • nur sauberes Wasser entsprechend der Geräteanleitung zu verwenden
  • die Lösung frisch zuzubereiten
  • die Nasendusche nach der Anwendung gründlich zu reinigen und trocknen zu lassen
  • nicht mit Gewalt zu spülen
  • bei Schmerzen, starkem Druckgefühl, Nasenbluten oder Ohrproblemen aufzuhören

Eine Nasendusche ist kein Muss. Wenn sie sich unangenehm anfühlt, reicht möglicherweise ein einfaches Kochsalz-Nasenspray.

5. Warm duschen statt über heißem Wasser inhalieren

Wenn die Nase dicht ist, kann die feuchtwarme Luft beim Duschen kurzfristig angenehm sein. Sie kann das Gefühl trockener Schleimhäute etwas reduzieren, beseitigt aber keine Erkältungsviren.

Von der klassischen Methode mit einer Schüssel oder einem Topf voller heißem Wasser und einem Handtuch über dem Kopf würde ich abraten.

Kochsalzspray, Nasendusche und Handtuch in einem Badezimmer

Der Nutzen ist nicht zuverlässig belegt, gleichzeitig kann das Gefäß umkippen und schwere Verbrühungen verursachen. Gerade bei Kindern ist dieses Risiko unnötig hoch.

Eine sichere Alternative ist:

  • angenehm warm duschen
  • anschließend kurz im feuchten Badezimmer bleiben
  • danach abtrocknen, warm anziehen und ausruhen

Gib ätherische Öle nicht einfach in heißes Wasser. Sie können Haut, Augen und Atemwege reizen und sind für Säuglinge und kleine Kinder besonders problematisch.

💨 WTF-Fakt: Die bekannte Dampfschüssel kann zwar für kurze Zeit das Gefühl einer freieren Nase vermitteln, beschleunigt die Genesung aber nicht – Verbrühungen durch umkippendes heißes Wasser können dagegen sehr ernst sein.

6. Suppe oder Brühe – warm und unkompliziert essen

An einem Erkältungstag fehlt oft die Lust auf eine große Mahlzeit. Eine warme Suppe oder Brühe ist dann praktisch, weil sie sich meist unkompliziert essen lässt und gleichzeitig Flüssigkeit liefert.

Das kann eine klassische Hühnersuppe sein, muss es aber nicht.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Hühner- oder Gemüsebrühe
  • eine einfache Nudelsuppe
  • Kartoffel- oder Gemüsesuppe
  • Reis mit milder Brühe
  • eine bereits eingefrorene Portion Suppe

Eine Suppe ist kein Medikament. Sie muss auch keine besondere Zutat wie Knoblauch, Ingwer oder Zwiebel enthalten, um an einem kranken Tag wohltuend zu sein.

Mein Tipp: Wenn du ohnehin Suppe kochst, friere eine oder zwei Portionen ein. So musst du beim nächsten Erkältungstag nicht mit laufender Nase am Herd stehen.

7. Ruhe und Schlaf – nicht gegen den Körper anarbeiten

Bei einer Erkältung brauchst du kein kompliziertes Selbstoptimierungsprogramm. Oft ist es hilfreicher, körperliche Anstrengung zu reduzieren und dir tatsächlich Ruhe zu erlauben.

Das kann bedeuten:

  • Sport vorübergehend auszulassen
  • Termine abzusagen, die warten können
  • früher ins Bett zu gehen
  • tagsüber eine Pause einzulegen
  • dich nicht mit unerledigter Hausarbeit unter Druck zu setzen

Schlaf ist keine Garantie dafür, dass die Erkältung am nächsten Morgen verschwunden ist. Wer sich krank fühlt, muss aber auch nicht so tun, als wäre es ein normaler leistungsfähiger Tag.

Falls dir genau das schwerfällt, passt dazu mein Artikel Gesund leben ohne Druck. Dort geht es darum, Gesundheit nicht als weiteres Perfektionsprojekt zu behandeln und Routinen auch an weniger guten Tagen realistisch zu gestalten.

8. Frische Luft und ein angenehmes Raumklima

Ein überheiztes, stickiges Zimmer kann sich bei einer verstopften Nase besonders unangenehm anfühlen.

Lüfte deshalb regelmäßig kurz durch und wähle eine Raumtemperatur, bei der du weder frierst noch das Gefühl hast, in einem überheizten Raum zu liegen.

Außerdem sinnvoll:

  • Zigarettenrauch meiden
  • stark duftende Raumsprays oder Duftkerzen weglassen
  • benutzte Taschentücher regelmäßig entsorgen
  • Getränke in Reichweite stellen
  • das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen kurz lüften

Du brauchst dafür nicht automatisch einen Luftbefeuchter. Schlecht gereinigte Geräte können selbst unhygienisch werden. Entscheidend ist, dass sich die Luft für dich angenehm anfühlt.

9. Wärme – Bad, Fußbad oder Wärmflasche

Wenn du frierst und dich insgesamt noch stabil fühlst, kann Wärme wohltuend sein.

Suppe, Wärmflasche, Decke und Tee in einer gemütlichen Erkältungsszene

Je nachdem, was du angenehm findest, kannst du ausprobieren:

  • ein kurzes warmes Bad
  • ein warmes Fußbad
  • eine Wärmflasche* oder ein Körnerkissen
  • warme Socken und eine Decke

Das Wasser sollte angenehm warm und nicht extrem heiß sein.

Bei Fieber, Schwindel, starker Schwäche oder Kreislaufproblemen ist ein heißes Bad keine gute Idee. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft oder Unsicherheit solltest du vorher medizinischen Rat einholen.

Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen sind besonders für Säuglinge und kleine Kinder nicht automatisch geeignet.

10. Halswickel oder Auflagen – nur, wenn es angenehm ist

Ein warmer oder kühler Halswickel kann bei Halskratzen als angenehm empfunden werden. Entscheidend ist nicht, ob er nach einer bestimmten traditionellen Anleitung durchgeführt wird, sondern wie er sich für dich anfühlt.

Einfacher Halswickel:

  • ein weiches Tuch mit angenehm warmem oder kühlem Wasser anfeuchten
  • gut auswringen
  • locker um den Hals legen
  • ein trockenes Tuch darübergeben
  • wieder abnehmen, sobald es unangenehm wird

Der Wickel darf nicht einschnüren, sehr heiß oder eiskalt sein.

Auch hier gilt: Ein Halswickel beseitigt keine Infektion. Bei starken Halsschmerzen, deutlichen Schluckproblemen, Atemproblemen oder hohem Fieber solltest du nicht immer neue Wickel ausprobieren, sondern medizinischen Rat einholen.

Was aus der Apotheke Beschwerden lindern kann

Auch rezeptfreie Medikamente können eine normale Erkältung nicht gezielt beseitigen. Einige Mittel können aber einzelne Beschwerden vorübergehend lindern.

Abschwellendes Nasenspray

Ein abschwellendes Nasenspray kann bei einer stark verstopften Nase kurzfristig das Atmen erleichtern.

Es sollte nur für kurze Zeit und entsprechend der Packungsbeilage verwendet werden. Bei längerer Anwendung kann die Nasenschleimhaut nach dem Absetzen erneut oder dauerhaft anschwellen.

Für Kinder müssen altersgerechte Präparate und Dosierungen verwendet werden.

Mittel gegen Schmerzen oder Fieber

Bei Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen können Wirkstoffe wie Paracetamol oder Ibuprofen grundsätzlich infrage kommen.

Welches Mittel geeignet ist, hängt unter anderem von Alter, Vorerkrankungen, Schwangerschaft, anderen Medikamenten und der richtigen Dosierung ab. Besonders bei Kindern sollte die Auswahl nicht nach Gefühl erfolgen.

Kombinationspräparate

Mittel, die gleichzeitig gegen Schnupfen, Schmerzen, Husten und Fieber wirken sollen, klingen bequem. Sie enthalten jedoch mehrere Wirkstoffe, von denen du möglicherweise gar nicht alle benötigst.

Lass dich bei Unsicherheit in der Apotheke beraten – besonders bei:

  • Kindern
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Bluthochdruck
  • Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen
  • regelmäßiger Einnahme anderer Medikamente

🦠 WTF-Fakt: Antibiotika helfen bei einer einfachen Erkältung normalerweise nicht. Erkältungen werden überwiegend durch Viren verursacht, während Antibiotika gegen Bakterien wirken.

Was ich für Erkältungstage zu Hause bereithalten würde

Eine kleine Erkältungsbox muss nicht aus zehn unterschiedlichen Medikamenten bestehen.

Praktische Erkältungsbox mit Thermometer, Taschentüchern, Honig und Kochsalzspray

Praktisch können sein:

  • ein zuverlässiges digitales Fieberthermometer*
  • weiche Taschentücher
  • Tee oder Brühe
  • etwas Honig für Erwachsene und Kinder ab einem Jahr
  • Kochsalz-Nasenspray
  • portioniertes Salz für eine Nasendusche
  • eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen
  • die regelmäßig benötigten Medikamente in ausreichender Menge

Kontrolliere gelegentlich das Verfallsdatum und bewahre Medikamente immer so auf, dass Kinder sie nicht erreichen können.

Wenn du nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs vorbereitet sein möchtest, hilft dir mein Artikel Reiseapotheke für Familien. Dort findest du eine übersichtliche Packhilfe für Medikamente, Verbandsmaterial und typische Beschwerden im Urlaub, ohne den halben Badezimmerschrank mitzunehmen.

Vorschau der kostenlosen 5-seitigen Druckvorlage Meine Erkältungsbox mit Vorratscheck und Ruheplan
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Bereite wichtige Vorräte und praktische Kleinigkeiten vor, bevor du sie wirklich brauchst. Die 5-seitige Druckvorlage hilft dir dabei, deine persönliche Erkältungsbox zu planen und einen anstrengenden Krankheitstag etwas besser zu organisieren.

✓ Vorräte, Getränke und einfache Mahlzeiten übersichtlich vorbereiten

✓ Persönlichen Ruheplan, Unterstützung und wichtige Kontakte festhalten

✓ Verbrauchte Dinge nachfüllen und die Erkältungsbox fürs nächste Mal vorbereiten

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Die Vorlage dient der persönlichen Organisation und ersetzt keine medizinische Beratung.

Häufige Fragen zu Hausmitteln gegen Erkältung

Eine normale Erkältung klingt meist von selbst wieder ab. Hausmittel können einzelne Beschwerden lindern oder angenehmer machen, verkürzen die Erkrankung aber nicht zuverlässig.

Warme Getränke und bei Erwachsenen sowie Kindern ab einem Jahr etwas Honig können den Hustenreiz möglicherweise lindern. Starker, anhaltender oder mit Atemnot verbundener Husten sollte ärztlich abgeklärt werden.

Du solltest darauf achten, ausreichend zu trinken. Es ist aber nicht nötig, dich zu mehreren zusätzlichen Litern zu zwingen. Trink regelmäßig das, was du gut verträgst.

Eine warme Zitrone kann angenehm schmecken und Flüssigkeit liefern. Sie beendet eine Erkältung aber nicht und wirkt nicht wie ein Medikament gegen Erkältungsviren.

Davon würde ich abraten. Der Nutzen ist nicht zuverlässig belegt und durch umkippendes heißes Wasser können schwere Verbrühungen entstehen. Eine warme Dusche ist die deutlich sicherere Möglichkeit, wenn du feuchtwarme Luft als angenehm empfindest.

Nein. Honig ist für Kinder unter einem Jahr ungeeignet, ätherische Öle können für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich sein und heiße Dampfschüsseln bergen eine hohe Verbrühungsgefahr. Auch Medikamente müssen zum Alter und Gewicht des Kindes passen.

Bei Atemnot, starken Brustschmerzen, hohem Fieber, deutlicher Verschlechterung, ungewöhnlicher Benommenheit, starken Hals- oder Ohrenschmerzen oder wenn kaum Flüssigkeit aufgenommen werden kann, solltest du ärztlichen Rat einholen.

Das gilt besonders für Säuglinge, kleine Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen.

Fazit: Hausmittel dürfen wohltun, ohne Wunder zu versprechen

Wenn eine Erkältung ausgerechnet am Wochenende beginnt, können einfache Dinge den Tag etwas angenehmer machen: ein warmes Getränk, Honig, Kochsalzlösung, eine Suppe, Wärme und vor allem ausreichend Ruhe.

Du brauchst dafür keine komplizierte Mischung und auch kein Hausmittel, das angeblich jeden Infekt über Nacht beendet.

Wichtig ist, Beschwerden realistisch einzuschätzen und Warnzeichen nicht mit immer neuen Selbstversuchen zu überdecken. Wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt oder es dir deutlich schlechter geht, ist medizinischer Rat sinnvoller als das nächste vermeintliche Wundermittel.

Für die nächste Erkältungszeit findest du in Erkältung vorbeugen im Alltag realistische Hinweise zu Hygiene, Schlaf und Lüften. Und damit unterwegs nicht genau das wichtige Fieberthermometer oder Medikament fehlt, hilft dir die Reiseapotheke für Familien beim übersichtlichen Packen.

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