Klickstarke Pinterest-Pins erstellen: 10 Tipps für mehr Klicks
Früher habe ich bei Pinterest vor allem darauf geachtet, dass ein Pin schön aussieht.
Passendes Foto, schöne Schrift, harmonische Farben – fertig.
Das Problem: Ein hübscher Pin ist noch lange kein Pin, auf den jemand auch wirklich klicken möchte.
Mit der Zeit wurde mir klar, dass mehrere Dinge zusammenspielen müssen. Das Bild muss auffallen, die Headline verständlich sein, Pinterest sollte das Thema einordnen können und nach dem Klick muss auf der Zielseite genau das warten, was der Pin versprochen hat.
Genau darum geht es in diesem Artikel.
Du bekommst keine angeblichen Geheimtricks und auch keine feste Zahl an Pins, die angeblich jeder Account veröffentlichen muss. Stattdessen zeige ich dir 10 Punkte, die ich beim Erstellen von Pinterest-Pins heute besonders wichtig finde – von Format und Headline über Keywords und Pinnwände bis hin zu Varianten und Analytics.
Wenn du bereits regelmäßig pinnst, aber kaum Besucher auf deiner Webseite ankommen, schau zusätzlich in meinen Artikel Pinterest gestartet und keine Klicks? 11 typische Fehler, die dich ausbremsen. Dort geht es stärker um die Fehlersuche, während wir uns hier darauf konzentrieren, wie ein einzelner Pin von Anfang an sinnvoll aufgebaut wird.
Was macht einen Pinterest-Pin überhaupt klickstark?
Ein klickstarker Pin muss nicht der schönste Pin im Feed sein.
Für einen Blog ist viel wichtiger, dass jemand innerhalb kurzer Zeit versteht:
Worum geht es?
Was bekomme ich nach dem Klick?
Passt das gerade zu dem, wonach ich suche oder was ich plane?
Pinterest verbindet dabei Suche, visuelles Entdecken und Empfehlungen. Menschen nutzen die Plattform unter anderem, um Ideen zu finden, zu speichern und für später zu planen.
Für uns als Blogger bedeutet das:
Ein Pin sollte gleichzeitig verständlich, visuell interessant und thematisch eindeutig sein.
Dazu gehören:
- ein klares Motiv
- eine gut lesbare Headline
- ein passendes Format
- ein verständlicher Titel
- eine natürliche Beschreibung
- eine passende Pinnwand
- eine Zielseite, die das Versprechen erfüllt
Das klingt zunächst nach ziemlich vielen Einzelteilen. Wenn du dir dafür aber einmal einen festen Ablauf aufbaust, wird die Pin-Erstellung deutlich einfacher.
1. Beginne mit einem klaren Klickversprechen
Bevor du ein Bild auswählst oder Canva öffnest, solltest du 1 Frage beantworten:
Warum sollte jemand diesen Pin anklicken?
Ein Pin mit der Headline:
Herbstideen
sagt zwar etwas über das Thema, aber kaum etwas darüber, was nach dem Klick wartet.
Deutlich konkreter wäre zum Beispiel:
8 einfache Herbst-DIYs für gemütliche Nachmittage
oder:
10 günstige Kohl-Rezepte für den Alltag
oder:
Kleine Leseecke einrichten: 8 Ideen für wenig Platz
Das heißt nicht, dass jede Headline möglichst lang werden soll.
Im Gegenteil.
Die beste Headline bringt Thema und Nutzen so kurz wie möglich zusammen.
Dabei helfen oft:
- eine konkrete Zahl
- ein klares Ergebnis
- ein Problem
- eine Zielgruppe
- eine besondere Einschränkung
Zum Beispiel:
15 Sommergerichte unter 2 € pro Portion
ist konkreter als:
Leckere Sommerrezepte
Wichtig ist nur, dass der Artikel das Versprechen anschließend wirklich erfüllt.
Schreib also nicht „schnell“, wenn das Rezept 90 Minuten dauert. Schreib nicht „kostenlos“, wenn später bezahlt werden muss. Und versprich keine Checkliste, wenn im Artikel keine vorhanden ist.
2. Nutze für normale Bild-Pins das passende Format
Für klassische Bild-Pins empfiehlt Pinterest weiterhin das Seitenverhältnis 2:3 beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel.
Genau dieses Format verwende ich auch für unsere normalen Blog-Pins.
Pins, die deutlich höher als 2:3 angelegt werden, können im Feed abgeschnitten dargestellt werden. Deshalb würde ich wichtige Informationen nicht außerhalb dieses Formats planen.
📌 WTF-Fakt: Pinterest empfiehlt für Standard-Bild-Pins weiterhin 2:3 beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel. Ein besonders langer Pin bringt dir also nicht automatisch mehr sichtbare Fläche – er kann im Feed sogar abgeschnitten werden.
Für Videos gelten teilweise andere Möglichkeiten. Wenn dein Schwerpunkt aber wie bei unserem Blog auf klassischen Bild-Pins liegt, ist 1000 × 1500 Pixel eine sehr gute einheitliche Arbeitsgröße.
3. Mach die Headline auf dem Handy sofort verständlich
Ein Pin wird häufig deutlich kleiner betrachtet, als er während der Gestaltung am großen Monitor aussieht.

Deshalb sollte die Headline nicht nur hübsch sein.
Sie muss auch in kleiner Darstellung funktionieren.
Achte besonders auf:
- ausreichend große Schrift
- guten Kontrast
- wenige Schriftarten
- klare Abstände
- eine eindeutige Hauptaussage
- wenig Text auf dem Bild
- genügend Abstand zu den Bildrändern
Ich arbeite bei vielen Pins gern mit 2 Textebenen:
Headline:
Das wichtigste Versprechen.
Subline:
Eine kurze Ergänzung oder Einordnung.
Zum Beispiel:
Headline:
Günstige Sommergerichte
Subline:
15 Rezepte unter 2 € pro Portion
Dadurch muss nicht alles in eine einzige riesige Textzeile.
Nicht jedes „Power-Wort“ macht einen Pin besser
Begriffe wie:
- einfach
- schnell
- günstig
- kostenlos
- Checkliste
- Vorlage
können sehr hilfreich sein.
Aber nur, wenn sie wirklich zum Inhalt passen.
Es gibt keine magischen Wörter, die einen Pin automatisch klickstark machen.
Klarheit schlägt Wortakrobatik.
Wenn jemand genau versteht, was ihn nach dem Klick erwartet, hast du bereits viel erreicht.
4. Nutze Keywords natürlich statt als Keyword-Liste
Pinterest kann Inhalte nur sinnvoll zuordnen, wenn erkennbar ist, worum es geht.
Deshalb spielen klare Themenbegriffe weiterhin eine wichtige Rolle.

Ich würde die Keyword-Recherche aber nicht komplizierter machen, als sie sein muss.
Mein einfacher Ablauf
- Hauptthema des Blogartikels festlegen.
- Den Begriff in die Pinterest-Suche eingeben.
- Suchvorschläge ansehen.
- Ähnliche Formulierungen sammeln.
- Bei saisonalen Themen zusätzlich Pinterest Trends prüfen.
- Einen klaren Hauptbegriff für den Pin auswählen.
- Passende Nebenbegriffe natürlich ergänzen.
Aus:
Meine schönsten Ideen
wird beispielsweise:
Halloween-Fensterdeko selber machen
Damit wissen sowohl Leser als auch Pinterest wesentlich besser, was gemeint ist.
Keyword-Stuffing brauchen wir trotzdem nicht.
Eine Beschreibung wie:
Halloween Fensterdeko Halloween Deko Fenster basteln Halloween DIY Fenster Halloween basteln
hilft niemandem.
Schreib lieber normale Sätze.
Pinterest bietet beim Erstellen eines Pins außerdem die Möglichkeit, bis zu 10 relevante Themen zu markieren. Wenn passende Themen angeboten werden, würde ich diese ebenfalls nutzen.
5. Schreibe einen sinnvollen Titel und eine Beschreibung
Pinterest erlaubt bei Pins aktuell:
Titel: bis zu 100 Zeichen
Beschreibung: bis zu 800 Zeichen
Beim Titel ist besonders interessant, dass laut Pinterest je nach Gerät ungefähr die ersten 40 Zeichen im Feed sichtbar sein können.
Das bedeutet nicht:
Jeder Titel muss maximal 40 Zeichen lang sein.
Aber das wichtigste Thema sollte möglichst weit vorne stehen.
Beispiel
Eher ungünstig:
Diese Ideen solltest du unbedingt kennen, wenn du im Herbst dein Zuhause dekorieren möchtest
Besser:
Herbstdeko selber machen: 8 einfache DIY-Ideen
So ist das Kernthema direkt erkennbar.
Die Beschreibung darf mehr erklären
Die Pin-Beschreibung kann deutlich ausführlicher sein.
Dort kannst du natürlich einbauen:
- worum es geht
- welchen Nutzen der Artikel bietet
- welche Unterthemen vorkommen
- für wen die Idee gedacht ist
- passende verwandte Begriffe
Interessant: Pinterest weist aktuell selbst darauf hin, dass die Beschreibung im Home- und Suchfeed nicht angezeigt wird, aber für die Relevanz der Auslieferung verwendet werden kann.
🔎 WTF-Fakt: Eine Pin-Beschreibung kann bis zu 800 Zeichen enthalten. Obwohl sie laut Pinterest im Home- und Suchfeed nicht angezeigt wird, wird sie trotzdem zur Bestimmung der Relevanz eines Pins herangezogen.
Und die Hashtags?
Du kannst Hashtags technisch weiterhin in Beschreibungen verwenden.
Ich würde daraus aber keine feste Regel machen.
Für mich haben natürliche Beschreibung, klare Themenbegriffe und ein gut passender Titel Vorrang vor einer bestimmten Anzahl Hashtags.
Alt-Text ist kein verstecktes Keyword-Feld
Pinterest bietet bei Pins außerdem einen Alternativtext mit bis zu 500 Zeichen an.
Der ist vor allem für Barrierefreiheit gedacht und beschreibt für Screenreader, was auf dem Pin zu sehen ist.
Also bitte nicht:
Pinterest Rezept günstig Abendessen Pinterest Essen Rezepte sparen
Sondern beispielsweise:
Heller Pinterest-Pin mit einer Schüssel Pasta und der Überschrift „7 günstige Abendessen unter 2 €“.
Das hilft Menschen, die den visuellen Inhalt nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen können.
6. Wähle eine wirklich passende Pinnwand
Nicht jeder Pin muss auf jede halbwegs passende Pinnwand.
Wenn ich einen Pin zum Thema:
Avocado-Toast mit pochiertem Ei
erstelle, gehört er beispielsweise eher auf:
Gesunde Rezepte
oder:
Frühstücksideen
als auf eine allgemeine Pinnwand wie:
Meine Lieblingsideen
Pinnwandtitel und Beschreibung sollten möglichst klar zeigen, welches Thema dort gesammelt wird.
Das hilft nicht nur Pinterest.
Auch jemand, der deine Pinnwand öffnet, sollte sofort verstehen, was ihn dort erwartet.
Lieber passend als möglichst viel
Ich würde einen Pin nicht auf eine völlig unpassende Pinnwand packen, nur damit er noch irgendwo zusätzlich veröffentlicht wurde.
Thematische Klarheit ist wichtiger als künstliche Masse.
7. Erstelle mehrere echte Varianten eines Blogartikels
Das ist einer der Punkte, die für unseren Blog besonders wichtig sind.

Aus einem guten Blogartikel muss nicht nur 1 einziger Pin entstehen.
Du kannst unterschiedliche Blickwinkel testen.
Nehmen wir einen Artikel über günstigen Wocheneinkauf.
Variante A
Wocheneinkauf günstig planen: 10 Tricks
Variante B
So sparst du beim Wocheneinkauf
Variante C
10 Fehler, die deinen Einkauf unnötig teuer machen
Alle 3 Pins können auf denselben hilfreichen Artikel führen.
Aber sie sprechen Leser unterschiedlich an.
Variieren kannst du beispielsweise:
- Bild
- Headline
- Subline
- Layout
- Bildausschnitt
- Nutzenwinkel
- Typografie
- Aufteilung des Designs
Was ich nicht machen würde:
denselben Pin unverändert immer wieder hochladen.
Pinterest empfiehlt selbst, wiederholte Duplikate zu vermeiden und regelmäßig originelle Inhalte zu erstellen.
Varianten statt Kopien
Eine gute Vorlage darf natürlich mehrfach verwendet werden.
Du musst das Rad nicht jedes Mal neu erfinden.
Aber zwischen 2 Pins sollte mehr passieren als nur:
Hintergrund minimal heller.
Wenn wir Varianten erstellen, sollen sie im Feed auch tatsächlich wie unterschiedliche Creatives wirken.
Genau dabei wird Pinterest bei vielen Blogartikeln schnell organisatorisch aufwendiger.
Wenn du irgendwann nicht mehr weißt, welcher Pin zu welcher URL gehört, wann eine Variante veröffentlicht wurde und für welche Pinnwand sie gedacht war, schau dir meinen PinPlaner an. Dort zeige ich, wie ich genau diese Planung übersichtlicher organisiere.
8. Veröffentliche regelmäßig – ohne magische Pin-Zahl
Wie viele Pins sollte man pro Woche veröffentlichen?
Darauf hätte ich gern eine perfekte Zahl.
Die gibt es aber nicht.
Pinterest selbst empfiehlt aktuell, regelmäßig und häufig Inhalte zu erstellen und sich als Ziel mindestens 1-mal pro Woche originellen Content vorzunehmen.
Das ist etwas völlig anderes als:
Jeder Account muss 5 Pins am Tag veröffentlichen.
oder:
Genau 3 bis 10 Pins pro Woche sind optimal.
Wie viel für dich sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab:
- wie viele gute Zielseiten du hast
- wie viele Varianten du erstellen kannst
- welche Themen du behandelst
- wie saisonal deine Inhalte sind
- wie viel Zeit du realistisch hast
- wie groß dein bestehender Content-Pool ist
Ein Blog mit mehreren hundert Artikeln hat völlig andere Möglichkeiten als eine Webseite mit 10 Beiträgen.
Mein wichtigster Punkt
Erzeuge keine Masse nur durch Kopien.
Lieber mehrere echte Varianten guter Inhalte als ständig denselben Pin neu hochladen.
Pinterest weist ausdrücklich darauf hin, dass wiederholte identische Pins problematisch sein können.
9. Plane saisonale Pins früh genug
Bei Pinterest beginnt Weihnachten nicht am 1. Dezember.
Und Halloween nicht am 30. Oktober.
Menschen nutzen Pinterest häufig zur Planung.
Deshalb steigen Suchanfragen zu saisonalen Themen teilweise schon Wochen oder Monate vor dem eigentlichen Ereignis.
Pinterest beschreibt im Marketing-Moments-Guide 2026 sogar das Beispiel:
Wenn ein Thema seinen Höhepunkt im Juni erreicht, kann ein Start bereits im April sinnvoll sein.
Das bedeutet aber nicht, dass wir daraus eine neue starre Regel machen:
„Immer exakt 2 Monate vorher posten.“
Je nach Thema unterscheiden sich die Zeiträume.
Für saisonale Inhalte würde ich deshalb:
- früh mit ersten Pins beginnen
- Pinterest Trends beobachten
- während der Planungsphase weitere Varianten veröffentlichen
- nicht erst kurz vor dem eigentlichen Termin starten
Ein Weihnachts-DIY kann deutlich früher interessant werden als eine sehr kurzfristige Silvesteridee.
Pinterest Trends hilft dir dabei, nicht nur nach Gefühl zu entscheiden.
10. Miss die richtigen Zahlen in Pinterest Analytics
Impressionen sehen natürlich schön aus.

Wenn unser Ziel aber Besucher für den Blog sind, interessieren mich andere Zahlen mindestens genauso stark.
Pinterest Analytics unterscheidet unter anderem:
Impressionen
Wie oft dein Pin auf einem Bildschirm angezeigt wurde.
Saves
Wie oft jemand deinen Pin auf einer Pinnwand gespeichert hat.
Pin-Klicks
Wie oft jemand deinen Pin geöffnet hat.
Ausgehende Klicks
Wie oft eine Aktion dazu geführt hat, dass jemand Pinterest verlassen und eine externe Zielseite besucht hat.
Für einen Blog ist Ausgehende Klicks deshalb eine besonders wichtige Kennzahl.
Ein paar typische Situationen
Viele Impressionen, kaum ausgehende Klicks
Der Pin wird gezeigt, aber möglicherweise fehlt ein überzeugender Klickgrund.
Dann würde ich zum Beispiel testen:
- andere Headline
- anderes Bild
- konkreterer Nutzen
- stärkere Verbindung zum Artikel
Viele Saves, aber wenige ausgehende Klicks
Das Motiv ist vielleicht sehr inspirierend und merkenswert, gibt aber möglicherweise schon zu viel preis oder liefert keinen klaren Grund, den Artikel sofort zu öffnen.
Wenig Impressionen, aber gute ausgehende Klicks
Dann würde ich den Pin nicht automatisch verwerfen.
Das Creative kann gut funktionieren, während Distribution, Suchthema oder Reichweite noch begrenzt sind.
Ein Pin bringt überdurchschnittlich viele ausgehende Klicks
Dann ist das für mich ein Kandidat für weitere echte Varianten.
Keine universelle „gute CTR“
Ich würde mich nicht an pauschalen Aussagen wie:
1 % ist gut, 3 % ist hervorragend
festhalten.
Themen, Accounts, Saison, Zielgruppe und Pin-Arten unterscheiden sich dafür zu stark.
Viel hilfreicher ist:
Vergleiche deine Pins mit deinen eigenen anderen Pins.
So erkennst du, welche Themen, Bilder und Headlines auf deinem Account tatsächlich funktionieren.
Pin und Zielseite müssen dasselbe Versprechen erfüllen
Du kannst den besten Pin deines Accounts erstellen.
Wenn jemand anschließend auf der Zielseite etwas völlig anderes findet, bringt dir das wenig.
Angenommen, auf deinem Pin steht:
7 günstige Abendessen unter 2 €
Dann sollte der verlinkte Artikel diese günstigen Abendessen auch wirklich liefern.
Nicht:
- eine allgemeine Rezeptübersicht
- deine Startseite
- 900 Wörter über etwas anderes
- eine Seite, auf der die versprochene Information kaum zu finden ist
Pin und Artikel müssen zusammenpassen.
Ich würde deshalb vor dem Veröffentlichen immer kurz prüfen:
- Passt die Pin-Headline zum Artikel?
- Ist das versprochene Thema auf der Zielseite schnell erkennbar?
- Funktioniert die Seite mobil?
- Ist die URL korrekt?
- Lädt die Seite vernünftig?
- Gibt es etwas im Pin, das der Artikel gar nicht liefert?
Pinterest selbst beschreibt den Link beim Erstellen eines Pins als Möglichkeit, Nutzer zu einem Ort zu führen, an dem sie mehr über das Thema erfahren können.
Genau so würde ich ihn auch behandeln.
Teste – aber ändere nicht immer alles gleichzeitig
Mehrere Pin-Varianten sind hilfreich.
Wenn du allerdings bei Variante B gleichzeitig:
- Bild
- Headline
- Schrift
- Farben
- Layout
- Subline
- Nutzenwinkel
komplett austauschst, weißt du später kaum, warum diese Variante besser oder schlechter funktioniert hat.
Du musst daraus kein wissenschaftliches A/B-Test-System machen.
Aber gerade bei wichtigen Artikeln kann es sinnvoll sein, gezielter zu testen.
Zum Beispiel:
Test 1: anderes Titelbild
Headline bleibt ähnlich.
Test 2: anderer Nutzenwinkel
Design bleibt ähnlich.
Test 3: Foto gegen Collage
Headline bleibt gleich.
Mit der Zeit erkennst du so besser, was auf deinem eigenen Account funktioniert.
Welche Tools brauchst du wirklich?
Für Pinterest kann man erstaunlich viele Tools sammeln.
Am Ende brauchst du aber deutlich weniger, als manche Tool-Listen vermuten lassen.
Für die Gestaltung
Ein Grafikprogramm wie Canva oder eine vergleichbare Lösung.
Für Pinterest selbst
Pinterest bietet bereits:
- Pin-Erstellung
- Pinnwände
- Analytics
- Pinterest Trends
- Themenzuordnung
- Planung von Pins
Für deine eigene Organisation
Hier reicht grundsätzlich:
- eine Tabelle
- ein Kalender
- ein eigenes Planungssystem
Bei wenigen Pins ist das völlig ausreichend.
Schwieriger wird es erst, wenn aus vielen Blogartikeln ständig neue Varianten entstehen.
Mein Workflow für mehrere Pin-Varianten
Bei unserem Blog entstehen inzwischen häufig mehrere unterschiedliche Pins zu einem einzigen Artikel.

Damit wächst schnell eine Menge an Informationen:
- Blogartikel
- Ziel-URL
- Pin-Bild
- Headline
- Beschreibung
- Pinnwand
- Veröffentlichungsdatum
- weitere Varianten
Genau deshalb haben wir angefangen, unseren eigenen PinPlaner aufzubauen.
Wenn du sehen möchtest, wie ich unsere Pinterest-Planung strukturiere, findest du im Artikel PinPlaner: So bringe ich mehr Struktur in meine Pinterest-Planung einen ausführlicheren Einblick.
Für kleine Pinterest-Accounts brauchst du so ein System natürlich nicht zwingend.
Eine Tabelle kann vollkommen reichen.
Der Punkt ist nur:
Du solltest irgendwann nachvollziehen können, was du bereits veröffentlicht hast.
Sonst entstehen schnell versehentliche Doppelungen oder gute Pin-Ideen gehen in irgendeinem Ordner verloren.
Pinterest als Traffic-Kanal – nicht als Selbstzweck
Für unseren Blog ist Pinterest vor allem interessant, weil Pins Besucher auf bestehende Inhalte bringen können.
Das unterscheidet sich von einem Account, dessen Hauptziel beispielsweise Markenbekanntheit oder Produktverkäufe direkt auf Pinterest ist.
Wenn du Pinterest als Teil eines größeren Nebenverdienst- oder Blogprojekts betrachten möchtest, findest du in meinem Artikel Online Geld verdienen: 15 seriöse Wege für realistische Nebenverdienste eine breitere Einordnung.
Wichtig bleibt:
Pinterest allein ist kein Geschäftsmodell.
Du brauchst hinter dem Klick eine hilfreiche Zielseite, ein Produkt, einen Blogartikel oder ein anderes sinnvolles Angebot.
Wenn du Pinterest lieber einmal strukturiert lernen möchtest
Du kannst dir sehr viel rund um Pinterest selbst erarbeiten.
Genau dafür ist auch dieser Artikel gedacht.
Wenn du dir die einzelnen Grundlagen aber lieber einmal zusammenhängend erklären lassen möchtest, kann ein Pinterest-Kurs* eine praktische Ergänzung sein.
Ich würde einen Kurs allerdings nie als Abkürzung verstehen.
Er kann dir:
- Grundlagen erklären
- typische Fehler zeigen
- einen roten Faden geben
- Arbeit bei der Recherche sparen
Die eigentliche Arbeit nimmt er dir nicht ab.
Du musst weiterhin:
- gute Inhalte erstellen
- Pins gestalten
- verschiedene Varianten testen
- Ergebnisse auswerten
- deine Strategie an deinen eigenen Account anpassen
Wenn du lieber kostenlos startest, kannst du dich Schritt für Schritt mit diesem Artikel und den offiziellen Pinterest-Hilfeseiten durcharbeiten.
Häufige Fragen zu klickstarken Pinterest-Pins
Für klassische Bild-Pins empfiehlt Pinterest ein Seitenverhältnis von 2:3 beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel.
Pins, die deutlich höher angelegt werden, können im Feed abgeschnitten dargestellt werden.
Es gibt keine universelle optimale Pin-Zahl für jeden Account.
Pinterest empfiehlt regelmäßiges Erstellen und nennt mindestens wöchentlichen originellen Content als Ziel. Wie viele Pins darüber hinaus sinnvoll sind, hängt von deinem Content, deinen Zielseiten, deinen Themen und deinem verfügbaren Workflow ab.
Wichtiger als eine starre Zahl ist, nicht ständig identische Inhalte zu duplizieren.
Ja.
Gerade bei umfangreichen Blogartikeln können unterschiedliche Pin-Varianten sinnvoll sein.
Variiere zum Beispiel:
- Headline
- Bild
- Layout
- Nutzenwinkel
- Subline
Es sollten jedoch echte kreative Varianten sein und nicht immer wieder derselbe unveränderte Pin.
Pinterest erlaubt derzeit:
Titel: bis zu 100 Zeichen
Beschreibung: bis zu 800 Zeichen
Da im Feed je nach Gerät nur ungefähr die ersten 40 Zeichen eines Titels sichtbar sein können, würde ich das wichtigste Thema möglichst weit vorne nennen.
Für einen Blog würde ich besonders auf ausgehende Klicks achten.
Diese Kennzahl zeigt, wie oft Nutzer durch eine Aktion von Pinterest zu einer externen Zielseite gelangt sind.
Impressionen und Saves sind ebenfalls interessant, sagen aber allein noch nicht, wie viele Menschen tatsächlich auf deinem Blog angekommen sind.
Fazit: Klickstarke Pins brauchen Klarheit statt Geheimtricks
Je länger ich Pinterest nutze, desto weniger glaube ich an die eine magische Regel, die plötzlich alles verändert.
Ein guter Pin besteht vielmehr aus mehreren einfachen Dingen, die zusammenpassen:
- klares Thema
- konkretes Klickversprechen
- passendes 2:3-Format
- gut lesbare Headline
- natürliche Keywords
- sinnvoller Titel und Beschreibung
- passende Pinnwand
- echte Pin-Varianten
- regelmäßige Veröffentlichung
- passende Zielseite
- Auswertung der richtigen Kennzahlen
Wenn deine Pins zwar veröffentlicht werden, aber kaum Besucher auf der Webseite ankommen, geh zusätzlich die 11 typischen Fehler bei Pinterest ohne Klicks durch.
Und wenn nicht mehr das Design, sondern die Organisation von vielen Artikeln, Varianten und Veröffentlichungsterminen zum Problem wird, findest du in meinem PinPlaner-Artikel unseren aktuellen Ansatz für eine übersichtlichere Pinterest-Planung.
Am Ende geht es nicht darum, jeden Pinterest-Hack mitzumachen.
Es geht darum, verständliche Pins für hilfreiche Inhalte zu erstellen, regelmäßig zu testen und aus den eigenen Zahlen zu lernen.
Quellen und weiterführende Informationen
Für die aktuellen Angaben zu Pin-Formaten, Zeichenlimits, Veröffentlichung, Distribution und Analytics wurden die offiziellen Pinterest-Hilfe- und Pinterest-Business-Seiten verwendet.
Pinterest für Unternehmen – Anzeigenspezifikationen prüfen
Aktuelle Angaben zu empfohlenem 2:3-Format beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel, Pin-Titeln bis 100 Zeichen und Beschreibungen bis 800 Zeichen.
Pinterest für Unternehmen – Pin-Performance und -Distribution
Aktuelle Hinweise zum regelmäßigen Erstellen origineller Inhalte und zum Vermeiden wiederholter Duplikate.
Pinterest Hilfe – Einen Pin aus einem Bild oder Video erstellen
Informationen zu Titel, Beschreibung, Link, Pinnwand, relevanten Themen und Veröffentlichungsplanung.
Pinterest für Unternehmen – Pinterest Analytics überprüfen
Definitionen unter anderem für Impressionen, Saves, Pin-Klicks und ausgehende Klicks.
Pinterest für Unternehmen – Alternativtext zu Pins hinzufügen
Hinweise zum Alternativtext als Barrierefreiheitsfunktion und zur maximalen Länge von 500 Zeichen.
Pinterest Business – Guide für Marketing-Momente 2026
Aktuelle Hinweise zur frühzeitigen Planung saisonaler Inhalte und zum teilweise Monate vor einem Ereignis beginnenden Suchinteresse.
