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3 Haselnussmakronen-Rezepte: klassisch, mit Espresso-Karamell & Schokolade

Kennst du diesen Moment, wenn die ganze Wohnung nach gerösteten Nüssen und frisch gebackenen Plätzchen duftet und du dir denkst: „Okay, jetzt ist Weihnachten offiziell eingeläutet“? Genau dafür sind Haselnussmakronen gemacht. Sie sind unkompliziert, brauchen nur wenige Zutaten und verschwinden bei uns gefühlt schneller vom Blech, als sie vollständig abkühlen können.

Ich mag Makronen besonders, weil sie so unterschiedlich werden können, obwohl die Grundidee immer ähnlich bleibt: luftiger Eischnee, gemahlene Haselnüsse und ein kleines Extra, das aus der klassischen Variante plötzlich etwas Besonderes macht. Deshalb findest du hier drei Versionen: klassische Haselnussmakronen, eine Variante mit Espresso und Salzkaramell sowie schokoladige Makronen für alle, die an Weihnachten sowieso finden, dass Schokolade überall dazugehört.

Wichtig: Die klassische Makronenmasse kommt zwar ohne Mehl aus, mit normalen Backoblaten ist das Rezept aber nicht automatisch glutenfrei. Wenn du glutenfrei backen möchtest, nutze entsprechend geeignete Oblaten oder backe die Makronen direkt auf Backpapier und prüfe auch die übrigen Zutate

Wenn du neben Makronen noch mehr einfache Nussplätzchen für die Weihnachtszeit backen möchtest, passt dazu auch mein Artikel Haselnuss-Plätzchen. Dort findest du weitere Varianten, die schnell gemacht sind und richtig schön nach Advent schmecken.

Damit deine Haselnussmakronen weich bleiben und nicht verlaufen

Makronen sehen immer so aus, als könnten sie gar nicht schiefgehen. Ein bisschen Eiweiß, Zucker, Nüsse – fertig. Und dann steht man vor dem Blech und fragt sich, warum die einen flach verlaufen, die anderen am Papier kleben und die nächste Ladung plötzlich trockener ist als geplant.

Diese kleinen Dinge machen bei Makronen den größten Unterschied:

  • Trenne die Eier sauber, damit kein Eigelb im Eiweiß landet.
  • Verwende eine fettfreie Schüssel und saubere Rührbesen, damit der Eischnee stabil wird.
  • Lass den Zucker langsam einrieseln, statt ihn auf einmal in den Eischnee zu kippen.
  • Hebe die Haselnüsse vorsichtig unter, damit die Masse luftig bleibt.
  • Setze möglichst ähnlich große Häufchen aufs Blech, damit sie gleichmäßig backen.
  • Backe Makronen lieber hell und lass sie vollständig abkühlen, bevor du sie vom Papier oder von den Oblaten löst.

Für stabilen Eischnee finde ich einen Handmixer mit Rührbesen* praktisch, besonders wenn du gleich mehrere Bleche für Weihnachten vorbereitest. Du brauchst dafür aber kein Spezialgerät – wichtig ist vor allem, dass Schüssel und Rührbesen wirklich sauber und fettfrei sind.

WTF-Fakt: Bei Makronen entscheidet oft nicht die ausgefallenste Zutat über das Ergebnis, sondern dieser eine Moment, in dem du die Nüsse zu motiviert unter den Eischnee rührst und plötzlich aus fluffig eher kompakt wird.

1. Klassische Haselnussmakronen

Die klassische Variante gehört für mich einfach in jede Weihnachtsdose: außen leicht fest, innen weich und richtig schön nussig. Wenn du zum ersten Mal Haselnussmakronen backst, würde ich genau mit diesem Rezept starten.

Zutaten:

  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Zucker
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Vanilleextrakt*
  • ca. 30 Backoblaten* oder alternativ Backpapier

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150 C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Backoblaten auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
  2. Eiweiß mit der Prise Salz in einer sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen.
  3. Den Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzend und stabil ist.
  4. Vanilleextrakt und gemahlene Haselnüsse vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
  5. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen.
  6. Etwa 12–15 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht fest wirkt, die Makronen aber nicht dunkel werden.
  7. Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, bevor du sie vorsichtig löst.

👉 Mein Tipp: Wenn du ohne Oblaten backst, lass die Makronen wirklich vollständig auf dem Backpapier auskühlen. Warm sind sie noch sehr empfindlich und bleiben deutlich leichter kleben.

WTF-Fakt: Haselnussmakronen sehen nach „nur kurz zusammengerührt“ aus, aber genau der Eischnee macht sie am Ende so besonders: außen leicht fest, innen weich und komplett anders als ein normaler Mürbeteig-Keks.

2. Espresso-Haselnussmakronen mit Salzkaramell-Topping

Diese Variante schmeckt etwas kräftiger und passt besonders gut zu Kaffee oder als kleines Dessert nach einem Adventsessen. Der Espresso macht die Makronen aromatischer, während das Salzkaramell oben drauf für den kleinen Extra-Moment sorgt.

Zutaten für die Makronen:

  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 110 g Zucker
  • 1 Esslöffel Instant-Espressopulver
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • ca. 30 Backoblaten oder Backpapier

Für das Salzkaramell-Topping:

  • 60 g weiche Karamellbonbons
  • 2 Esslöffel Sahne
  • eine kleine Prise Fleur de Sel oder Meersalz

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 150 C Ober-/Unterhitze vorheizen und Oblaten oder Backpapier auf dem Blech vorbereiten.
  2. Eiweiß mit Salz steif schlagen, Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt.
  3. Das Espressopulver kurz unterrühren.
  4. Die gemahlenen Haselnüsse vorsichtig unterheben.
  5. Kleine Häufchen aufs Blech setzen und etwa 12–14 Minuten backen.
  6. Die Makronen vollständig auskühlen lassen.
  7. Für das Topping die Karamellbonbons mit der Sahne vorsichtig schmelzen, glatt rühren und sparsam über die Makronen geben.
  8. Zum Schluss mit einer wirklich kleinen Prise Salz bestreuen.

👉 Mein Tipp: Gib das Salz wirklich erst ganz am Ende und nur sehr sparsam darüber. Es soll das Karamell betonen, nicht das komplette Plätzchen übernehmen.

3. Schoko-Haselnussmakronen

Für alle, die spätestens im Advent überzeugt sind, dass Schokolade fast jedes Plätzchen noch ein kleines bisschen besser macht. Diese Variante ist kräftiger, schokoladiger und richtig gut zu einer Tasse Kaffee oder Kakao.

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150 C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen, bis die Masse glänzt.
  3. Gemahlene Haselnüsse und Kakaopulver vorsichtig unterheben.
  4. Zum Schluss die gehackte Schokolade kurz unterheben.
  5. Kleine Häufchen auf Oblaten oder Backpapier setzen.
  6. Etwa 12–15 Minuten backen und lieber etwas heller lassen, damit die Makronen innen weich bleiben.
  7. Vollständig auskühlen lassen.

Zubereitung:

  1. Eiweiß + Zucker = glänzender Eischnee.
  2. Haselnüsse + Kakao unterheben.
  3. Schokostückchen kurz unterrühren.
  4. 12–15 Minuten backen – chewy bleibt’s, wenn sie nicht zu dunkel werden.

👉 Aufbewahrungs-Tipp: In einer gut schließenden Blechdose* bleiben die ausgekühlten Makronen geschützt und lassen sich gut mit anderem Weihnachtsgebäck aufbewahren. Lege zwischen verschiedene Sorten am besten etwas Backpapier, damit Schokolade und Karamell nicht an den anderen Plätzchen kleben.

Varianten und Aufbewahrung

Wenn du die Grundmasse einmal beherrschst, kannst du die Makronen ganz einfach an deinen Geschmack anpassen:

  • Weihnachtlicher: Eine kleine Prise Zimt oder etwas Vanille passt gut zur klassischen Variante.
  • Nussiger: Ein paar gehackte, kurz geröstete Haselnüsse oben auf den Makronen sorgen für etwas mehr Biss.
  • Schokoladiger: Die ausgekühlten klassischen Makronen zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterschokolade tauchen.
  • Ohne Oblaten: Direkt auf Backpapier backen und vollständig auskühlen lassen, bevor du sie löst.

Zur Aufbewahrung sollten die Makronen vollständig ausgekühlt sein. Pack sie anschließend trocken in eine gut schließende Dose und trenne Varianten mit Karamell oder Schokolade am besten mit Backpapier von den klassischen Makronen.

WTF-Fakt: Eine Plätzchendose mit drei Makronen-Sorten sieht sofort nach „Ich habe richtig Weihnachtsbäckerei gemacht“ aus – obwohl du dafür eigentlich nur eine Grundidee dreimal leicht verändert hast.

Häufige Fragen zu Haselnussmakronen

Kann ich Haselnussmakronen ohne Oblaten backen?
Ja. Du kannst die Masse direkt auf Backpapier setzen. Lass die Makronen danach unbedingt vollständig auskühlen, bevor du sie löst, weil sie warm noch sehr empfindlich sein können.

Sind Haselnussmakronen automatisch glutenfrei?
Nicht unbedingt. Die Makronenmasse kommt zwar ohne Mehl aus, normale Backoblaten können aber Weizenmehl enthalten. Wenn du glutenfrei backen möchtest, verwende geeignete glutenfreie Oblaten oder Backpapier und prüfe auch die übrigen Zutaten.

Kann ich den Zucker einfach durch Erythrit oder Xylit ersetzen?
Bei Makronen würde ich das nicht einfach eins zu eins versprechen, weil Zucker auch die Struktur des Eischnees und die Konsistenz beeinflusst. Wenn du weniger klassischen Zucker verwenden möchtest, findest du in meinen 7 Grundregeln für zuckerarmes Backen hilfreiche Hinweise für erste Anpassungen.

Warum verlaufen meine Makronen auf dem Blech?
Häufig war der Eischnee nicht stabil genug oder die Haselnüsse wurden zu kräftig untergerührt. Achte auf eine fettfreie Schüssel, lass den Zucker langsam einrieseln und hebe die Nüsse wirklich vorsichtig unter.

Wie bewahre ich die Makronen am besten auf?
Lass sie vollständig abkühlen und bewahre sie anschließend trocken in einer gut schließenden Dose auf. Varianten mit Karamell oder Schokolade kannst du mit Backpapier von den klassischen Makronen trennen.

Fazit: Drei Makronen-Varianten, ein richtig gemütlicher Adventsnachmittag

Haselnussmakronen gehören für mich zu den Plätzchen, die mit wenig Aufwand sofort nach Weihnachten schmecken. Die klassische Variante ist perfekt für die Keksdose, Espresso-Karamell wirkt etwas besonderer und die Schoko-Makronen sind genau richtig für alle, die beim Weihnachtsgebäck gern noch eine Extraportion Kakao dabeihaben.

Wenn du noch nie Makronen gebacken hast, fang mit der klassischen Variante an. Sobald du merkst, wie die Masse aussehen muss, kannst du Espresso, Schokolade oder weitere kleine Extras viel entspannter ausprobieren.

Wenn du neben Makronen noch ein cremiges Weihnachtsdessert suchst, passt dazu auch mein Spekulatius-Cheesecake. Der ist perfekt für Adventskaffee, Feiertage oder einen gemütlichen Nachmittag, an dem die Plätzchendose allein plötzlich nicht mehr reicht.

WTF-Fakt: Der gefährlichste Moment beim Makronenbacken ist nicht das Unterheben oder die Backzeit – sondern der Augenblick, in dem die erste Sorte fertig auskühlt und du „nur einmal probieren“ möchtest.

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