September Reset: 15 Dinge, die du jetzt für einen entspannten Herbst erledigen kannst
Es gibt diesen einen Moment im Jahr, an dem du morgens aus der Tür gehst und plötzlich denkst: Moment mal. Gestern war doch noch Sommer?
Die Luft riecht anders, morgens ist es überraschend frisch und irgendwo taucht aus dem Nichts die erste Person mit Strickjacke auf, während du selbst noch optimistisch in kurzen Ärmeln unterwegs bist.
Willkommen im September. 😄
Für mich fühlt sich dieser Monat ein bisschen wie ein zweiter Jahresanfang an. Nur ohne Feuerwerk, gute Vorsätze und den absurden Plan, ab morgen gleichzeitig Sport zu machen, weniger Zucker zu essen, jeden Tag zu meditieren und nebenbei noch fließend Spanisch zu lernen.
Ein September Reset ist viel unspektakulärer und genau deshalb so praktisch: Du erledigst ein paar kleine Dinge jetzt, damit sie dir im Oktober, November und Dezember nicht plötzlich auf die Füße fallen.
Es geht nicht darum, dein Zuhause innerhalb eines Wochenendes in eine Hochglanz-Pinterest-Wohnung zu verwandeln. Es geht darum, deinen Alltag ein kleines Stück leichter zu machen.
Und das Gefühl eines kleinen Neustarts ist psychologisch gar nicht so weit hergeholt. Forschende sprechen vom sogenannten Fresh Start Effect: Zeitliche Übergänge wie ein neuer Monat können dabei helfen, vergangene Routinen gedanklich abzugrenzen und neue Ziele wieder motivierter anzugehen.
Oder einfacher gesagt: Unser Gehirn mag offenbar die Vorstellung von „Okay, ab hier machen wir es etwas besser.“
Also schnapp dir keinen 87-seitigen Haushaltsplaner. Such dir aus den 15 Punkten zuerst 3 oder 4 aus und fang genau dort an. Ein entspannter Herbst entsteht nicht dadurch, dass du plötzlich alles schaffst, sondern dadurch, dass du ein paar Dinge erledigst, bevor sie dringend werden.

Was ist ein September Reset überhaupt?
Ein September Reset ist ein kleiner Neustart nach dem Sommer. Statt bis Januar mit neuen Routinen, Ordnung oder Planung zu warten, nutzt du den Übergang in den Herbst, um deinen Alltag einmal kurz neu zu sortieren.
Und bitte stell dir darunter keinen dramatischen Social-Media-Montagefilm vor, in dem jemand um 5:30 Uhr aufsteht, Zitronenwasser trinkt, 12 Schubladen organisiert und anschließend noch einen Marathon läuft. Lol. Nein.
Ein sinnvoller Reset sollte deinen Alltag leichter machen und nicht eine weitere To-do-Liste produzieren, die dich schon beim Anschauen stresst.
Was du bei deinem Herbst Reset angehen kannst
Du musst nicht alles machen. Such dir die Punkte aus, die in deinem Alltag gerade wirklich helfen.
- Zuhause langsam auf den Herbst vorbereiten
- saisonale Kleidung und Regensachen kontrollieren
- Vorräte und Gefrierschrank überblicken
- Heizsaison und Lüften vorbereiten
- kleine Alltagsroutinen vereinfachen
- Termine bis Jahresende überblicken
- Sommerzeug aussortieren und einlagern
- gemütliche Bereiche schaffen
- Oktober, November und Weihnachten grob vorplanen
Mehr steckt eigentlich gar nicht dahinter. Und trotzdem können genau diese kleinen Vorbereitungen einen erstaunlich großen Unterschied machen.
Warum gerade der September perfekt für einen kleinen Neustart ist
Der Januar bekommt traditionell die komplette Aufmerksamkeit: neues Jahr, neues Ich, neuer Kalender, neue Ziele. Und ungefähr 3 Wochen später liegt der neue Fitnessplan neben der Gemüseschublade, in der eine traurige Gurke auf ihr Ende wartet.
Der September ist angenehmer. Viele Routinen starten ohnehin wieder, Ferien sind vorbei und Schule oder Arbeit laufen regelmäßiger. Die Wochen bekommen automatisch etwas mehr Struktur.
Gleichzeitig sind Oktober, November und Dezember noch weit genug entfernt, dass du Dinge vorbereiten kannst, ohne bereits mitten im Stress zu stecken.
Genau das ist der entscheidende Punkt: Du organisierst nicht, weil schon alles brennt. Du organisierst, bevor jemand den Feuerlöscher suchen muss.
September Reset: 15 Dinge für einen entspannten Herbst
Stell deinen Kleiderschrank langsam auf Herbst um
Nein, du musst am 1. September nicht sämtliche T-Shirts verbannen und Wollpullover stapeln, als würdest du nach Lappland auswandern. Gerade im September kann das Wetter schließlich noch alles.
Deshalb würde ich nicht komplett auf Winter umstellen, sondern zunächst die Übergangskleidung nach vorne holen.
- leichte Pullover und Strickjacken
- Jeans und längere Hosen
- Übergangsjacken
- geschlossene Schuhe
- Regenkleidung
- Schals oder dünne Tücher
Alles, was wirklich nur Hochsommer ist, kann langsam nach hinten wandern. Und wenn du dabei Kleidung findest, die du den kompletten Sommer kein einziges Mal getragen hast, ist das ein guter Moment für die Frage: Brauche ich das wirklich noch?
Kontrolliere Jacken, Schuhe und Regensachen
Die erste richtige Herbstwoche kommt grundsätzlich unangekündigt. Du willst morgens schnell los, es regnet, der Regenschirm ist verschwunden und plötzlich ist die Regenjacke der Kinder 2 Nummern zu klein.
Deshalb: einmal kurz kontrollieren.
- Passt alles noch?
- Sind Reißverschlüsse heil?
- Müssen Schuhe gereinigt oder imprägniert werden?
- Gibt es überhaupt noch einen funktionierenden Regenschirm?
Dieser Punkt dauert vielleicht 20 Minuten und spart dir später einen dieser herrlichen Morgen, an denen du gleichzeitig Schuhe suchst, Brotdosen packst und draußen horizontaler Regen gegen die Scheibe schlägt.
Mach einen ehrlichen Vorratsschrank-Check
Ich liebe Vorratsschränke. Zumindest theoretisch. Praktisch besitzen sie nämlich eine erstaunliche Fähigkeit: Dinge darin verschwinden zu lassen.
Du kaufst Nudeln. Stellst sie hinein. 2 Wochen später denkst du: „Wir haben bestimmt keine Nudeln mehr.“ Du kaufst Nudeln. Und plötzlich findest du dahinter weitere 4 Packungen. Das glaubt mir keiner.
Räum deshalb einmal kurz durch. Du musst dafür nicht jedes Lebensmittel in ein identisches Glas füllen und anschließend mit kalligrafischen Etiketten beschriften.
- Nudeln, Reis und Getreide
- Konserven
- Backzutaten
- Frühstück
- Snacks
- Gewürze
- haltbare Milchprodukte oder Pflanzendrinks
Produkte, die du zuerst verbrauchen möchtest, kommen nach vorne. Dinge, von denen du bereits genug besitzt, landen nicht wieder auf der Einkaufsliste.

Schau in deinen Gefrierschrank
Der Gefrierschrank ist der wilde Westen der Küche. Irgendwo liegt eine Portion Bolognese. Daneben befinden sich 3 einzelne Brötchen. Hinten entdeckt man etwas in einer Dose, dessen Herkunft niemand mehr eindeutig erklären kann.
War das Kürbissuppe? Apfelmus? Ein Experiment? Wir werden es nie erfahren.
Nimm dir 15 Minuten und mach eine kleine Bestandsaufnahme. Du musst nichts komplett ausräumen. Schreib einfach auf, welche größeren Vorräte noch vorhanden sind und plane ältere Bestände nach und nach ein.
- fertige Mahlzeiten
- Gemüse und Obst
- Brot und Backwaren
- Fleisch oder Alternativen
- Reste
So hast du an chaotischen Tagen plötzlich eine Antwort auf die Frage: „Was essen wir heute?“ Und manchmal lautet sie erfreulicherweise: „Das, was seit 4 Wochen schon fertig im Gefrierschrank liegt.“
Prüfe deine Heizung, bevor du sie wirklich brauchst
Das ist vermutlich der ungemütlichste Punkt dieser Liste, aber dafür auch einer der sinnvollsten. Denn natürlich fällt uns ein Heizkörperproblem grundsätzlich an dem Abend auf, an dem draußen zum ersten Mal richtig kalte Temperaturen herrschen.
Wenn ein Heizkörper gluckert oder nicht gleichmäßig warm wird, kann Luft im System eine mögliche Ursache sein. Die Verbraucherzentrale nennt in solchen Fällen das fachgerechte Entlüften als einen möglichen Schritt.
Wenn du selbst nicht weißt, wie das funktioniert oder in einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung wohnst, klär vorher, was du selbst machen solltest und wann Verwaltung oder Fachbetrieb zuständig sind.
Dein kurzer September-Heizungscheck
- Heizkörper ansehen
- Thermostate auf offensichtliche Probleme prüfen
- Möbel und schwere Vorhänge nicht direkt vor Heizkörper stellen
- bekannte Probleme nicht bis November ignorieren
Leg dir eine einfache Lüftungsroutine für die kältere Jahreszeit zurecht
Im Sommer steht irgendwo ständig ein Fenster offen. Im Herbst wird daraus schnell: „Oh mein Gott, mach das Fenster zu, hier wird’s kalt!“ Und plötzlich bleibt alles geschlossen.
Das Umweltbundesamt empfiehlt in der kälteren Jahreszeit kurzes, intensives Lüften mit weit geöffneten Fenstern. Dauerhaft gekippte Fenster sind dafür deutlich weniger sinnvoll.
Gerade in Schlafzimmer, Bad und Küche entsteht zusätzlich Feuchtigkeit, die wieder nach draußen muss. Eine einfache Routine hilft mehr als das zufällige „Ach ja, wir müssten mal lüften“.

Teste deine Rauchmelder
Nicht besonders gemütlich. Nicht besonders Pinterest-tauglich. Aber wichtig.
Der September Reset ist ein guter Anlass, deine Rauchmelder einmal nach den jeweiligen Herstellerangaben zu kontrollieren. Dazu gehört normalerweise auch der Funktionstest über die vorgesehene Prüftaste.
Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt regelmäßige Kontrollen und verweist ebenfalls auf die Herstellerangaben. Also einmal durchs Haus oder die Wohnung, Hinweise beachten, Test durchführen. Fertig.
Dauert wahrscheinlich kürzer als die Suche nach einer neuen Netflix-Serie. Und weil wir gerade schon bei langweiligen Dingen sind, kannst du auch kurz schauen, ob Taschenlampe und benötigte Batterien noch funktionieren. Danach kommen wieder Kuscheldecken. Versprochen.
Mach deinen Eingangsbereich herbstfest
Im Sommer braucht ein Flur erstaunlich wenig Organisation. Schuhe. Schlüssel. Vielleicht Sonnenbrille. Ende.
Im Herbst marschieren plötzlich zusätzliche Familienmitglieder ein: Regenschirme, nasse Jacken, Mützen, Schals, matschige Schuhe, Taschen und ungefähr 17 Dinge, von denen niemand weiß, wem sie gehören.
Deshalb bekommt jedes typische Herbstteil einen festen Platz.
- ein Korb für Mützen und Handschuhe
- Haken für Jacken
- eine Schale für Schlüssel
- ein Platz für Regenschirme
- eine abwaschbare Matte für nasse Schuhe
Mehr brauchst du gar nicht. Denn der beste Organizer ist immer noch der, bei dem alle Familienmitglieder ungefähr verstehen, wo etwas hingehört.
Verabschiede deine Sommertextilien
Strandtaschen, Picknickdecken, leichte Sommerdecken, Badetücher, Sonnenschirm-Zubehör. Im September liegen solche Dinge gerne noch überall herum, weil wir innerlich davon überzeugt sind: Vielleicht kommt ja noch mal Sommer.
Spoiler: Wahrscheinlich kommt noch ein warmer Tag. Aber du brauchst dafür nicht 8 Strandtücher griffbereit im Flur.
Wasche saisonale Textilien entsprechend dem Pflegeetikett, lass sie vollständig trocknen und lagere sie gesammelt ein. Ich würde außerdem jede Box beschriften.
Denn „ich merke mir, was da drin ist“ ist eine wunderschöne Lüge, die wir uns regelmäßig selbst erzählen. 3 Monate später: „Warum steht hier eine Kiste?“

Mach einen Herbst-Kurzputz statt eines Großputzes
Ich weiß nicht, wer beschlossen hat, dass saisonales Putzen grundsätzlich bedeuten muss, einen kompletten Samstag zu opfern. Ich möchte diese Person gerne sprechen.
Mach stattdessen einen 20-Minuten-Herbstputz. Stell einen Timer und such dir nur Stellen aus, die im Alltag gerne vergessen werden.
- Heizkörper
- Fußleisten
- Lampen
- Türrahmen
- unter kleinen Möbeln
- Fensterbänke
- eine besonders chaotische Schublade
Du wirst dich wundern, wie viel du in kurzer Zeit schaffst, wenn du nicht zwischendurch beschließt, plötzlich sämtliche Fotoalben der vergangenen 12 Jahre zu sortieren. Der Trick lautet: Nicht eskalieren.
Schaff dir einen gemütlichen Abendplatz
Jetzt kommt endlich der Teil, für den wir das Ganze machen. 😄 Wenn die Abende wieder länger werden, verbringen wir automatisch mehr Zeit drinnen.
Dann ist es erstaunlich angenehm, einen kleinen Platz zu haben, der nicht ausschließlich aus Sofa plus Fernbedienung besteht. Das kann eine Leseecke sein, ein Sessel mit Lampe oder einfach eine Ecke auf dem Sofa mit Decke.
Du brauchst dafür nicht sofort neue Möbel oder Deko.
- eine vorhandene Decke
- angenehmes Licht
- ein Kissen
- eine kleine Ablage
- weniger herumliegendes Zeug
Denn ganz unabhängig von irgendwelchen Wohntrends gilt: Wenn es draußen früh dunkel wird, darf es drinnen ruhig schön sein.
Plane 5 einfache Herbstgerichte
Der Herbst produziert eine seltsame Nebenwirkung. Im Sommer denke ich: Salat. Brot. Tomaten. Fertig. Im Herbst will mein Gehirn plötzlich warmes Essen.
Suppen. Aufläufe. Ofengerichte. Kartoffeln. Irgendetwas, das 45 Minuten im Ofen stand und anschließend aussieht wie eine Umarmung in essbarer Form.
Deshalb würde ich während deines September Resets 5 einfache Standardgerichte festlegen. Keine spektakulären Rezepte mit 23 Zutaten, sondern Gerichte, die du auch dann hinbekommst, wenn der Tag komplett chaotisch war.
- Kartoffelsuppe
- Pasta mit Ofengemüse
- Chili
- Gemüsecurry
- ein einfaches Blechgericht
Schreib die benötigten Grundzutaten auf und halte ein paar davon im Vorrat. Allein diese kleine Vorbereitung kann die tägliche Frage „Was essen wir heute?“ deutlich entspannter machen.

Schau deinen Kalender bis Jahresende einmal komplett durch
Achtung. Dieser Punkt kann leichte Panik auslösen. Öffne deinen Kalender und schau dir Oktober, November und Dezember an.
Ja. Weihnachten existiert bereits. Tut mir leid. Aber genau deshalb schauen wir jetzt hinein.
- Geburtstage
- Ferien
- Arzttermine
- Veranstaltungen
- Schultermine
- Reisen
- Fristen
- größere geplante Ausgaben
Markiere außerdem Wochen, bei denen du jetzt bereits siehst: „Okay, das wird interessant.“ Du musst noch nichts perfekt planen. Du willst lediglich verhindern, dass am 12. Dezember plötzlich 14 Dinge gleichzeitig überraschend auftauchen, die seit Monaten im Kalender hätten stehen können.
Mach einen 30-Minuten-Digital-Reset
Wir räumen Schränke auf. Wir sortieren Vorräte. Und währenddessen besitzt unser Smartphone 7.482 Screenshots. Perfekt.
Nimm dir 30 Minuten. Mehr nicht.
- unnötige Downloads löschen
- verwackelte Fotos entfernen
- alte Screenshots aussortieren
- ungenutzte Apps löschen
- nervige Benachrichtigungen reduzieren
Danach schau kurz nach wichtigen Dokumenten oder Fotos, die du sichern möchtest. Der digitale Reset ist für mich die unsichtbare Version eines aufgeräumten Schreibtischs: Du wirst nicht plötzlich ein anderer Mensch, aber dein Handy schreit dich wenigstens etwas weniger an.
Plane Oktober, November und Weihnachten nur grob vor
Und jetzt kommt der Punkt, bei dem du bitte nicht übertreibst. Du brauchst im September keinen fertigen Weihnachtsplan, keine Geschenkliste für sämtliche Verwandten und keine Plätzchenstrategie.
Schreib lediglich auf:
- Was möchte ich im Oktober erledigen?
- Welche größeren Dinge stehen im November an?
- Was möchte ich unbedingt vor Dezember erledigt haben?
Vielleicht möchtest du Weihnachtsgeschenke früher planen, einen Adventskalender vorbereiten, Herbstaktivitäten mit der Familie eintragen, Urlaubstage klären oder einfach ein paar Wochenenden bewusst frei halten.
Es geht nicht darum, Weihnachten im September komplett durchzuplanen. Es geht darum, deinem späteren Ich ein paar unangenehme Überraschungen abzunehmen. Je mehr Dinge du erledigst, bevor sie plötzlich dringend werden, desto entspannter fühlt sich der Rest des Jahres an.

Deine 7-Tage-September-Reset-Challenge
Mach aus 15 Punkten eine machbare Woche
Falls du gerade auf die Liste schaust und denkst: „Sehr schön. Mache ich irgendwann.“ Dann kenne ich dich. 😄 Deshalb verteilen wir das Ganze einfach auf 7 Tage.
Kleiderschrank kurz durchsehen, Übergangsjacken und Schuhe hervorholen, Regensachen kontrollieren und den Flur organisieren.
Vorratsschrank prüfen, Gefrierschrank überblicken und 5 einfache Herbstgerichte notieren.
20-Minuten-Herbstputz machen, Sommertextilien sammeln und erste Sachen einlagern.
Heizkörper kontrollieren, Thermostate prüfen, Lüftungsroutine überlegen und Rauchmelder nach Herstellerangaben testen.
Eine gemütliche Ecke schaffen, Decke hervorholen, Licht überprüfen und unnötiges Zeug entfernen.
Kalender bis Jahresende öffnen, wichtige Termine eintragen und Oktober sowie November grob planen.
30 Minuten Handy oder Computer aufräumen, Fotos sichern, Downloads löschen und Benachrichtigungen reduzieren.
Fertig. Kein kompletter Lebensumbau. Keine 4-Tage-Ausmistaktion. Nur ein paar kleine Stellschrauben.
So schaffst du deinen September Reset, ohne dich selbst damit zu stressen
Bitte mach jetzt nicht den klassischen Fehler. Du hast gerade 15 Punkte gelesen und beschließt: Samstag. Alles. Komplett. Nein. 😂
Such dir zuerst die Dinge heraus, die dir im Herbst tatsächlich Probleme machen. Wenn dein Kleiderschrank perfekt organisiert ist, lass ihn in Ruhe. Wenn dein Vorratsschrank aussieht, als könnte darin ein Archäologenteam neue Zivilisationen entdecken, fang dort an.
Und wenn du jedes Jahr im Dezember komplett überrascht davon bist, dass Weihnachten am 24. Dezember stattfindet, öffne zuerst deinen Kalender. Dein September Reset muss zu deinem Alltag passen.
3 wichtige Dinge zuerst
Wähle aus den 15 Punkten zunächst nur 3 aus. Erledige sie. Danach entscheidest du neu.
- 1 Aufgabe auswählen, die bald dringend werden könnte
- 1 Aufgabe wählen, die dir regelmäßig Zeit oder Nerven kostet
- 1 Aufgabe nehmen, die deinen Herbst einfach schöner macht
3 erledigte Aufgaben bringen dir mehr als eine perfekte Liste mit 15 Punkten, die seit 2 Wochen auf deinem Küchentisch liegt.
Häufige Fragen zum September Reset
Muss ich den September Reset direkt am 1. September starten?
Nein. Der 1. September ist kein magisches Portal. Du kannst deinen Reset Ende August, Mitte September oder sogar Anfang Oktober starten. Der Sinn liegt darin, den Übergang in die kältere Jahreszeit bewusst zu nutzen und Dinge frühzeitig vorzubereiten.
Wie lange sollte ein September Reset dauern?
So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Du kannst die 7-Tage-Challenge nutzen und täglich etwa 20 bis 30 Minuten investieren oder jede Woche 2 bis 3 Aufgaben auswählen. Wichtig ist nicht, wie schnell du fertig wirst, sondern dass du danach weniger Stress hast.
Muss ich für einen Herbst Reset neue Organizer kaufen?
Nein. Nutze zuerst vorhandene Boxen, Schubladen und Körbe. Erst wenn du nach dem Sortieren merkst, dass dir wirklich eine sinnvolle Aufbewahrungslösung fehlt, würde ich etwas Neues kaufen.
Was sollte ich beim September Reset zuerst erledigen?
Starte mit Dingen, die bald zeitkritisch werden: Herbstkleidung kontrollieren, Heizung prüfen, Regensachen vorbereiten und den Kalender ansehen. Danach kannst du dich um gemütlichere Themen kümmern.
Kann ich einen September Reset auch mit der Familie machen?
Unbedingt. Gerade Kleiderschrank, Eingangsbereich, Vorräte oder Kalender lassen sich gut gemeinsam erledigen. Mach aber bitte keine militärische Haushaltsmission daraus. Jeder bekommt eine kleine Aufgabe. Danach Pizza. So funktionieren Familienprojekte vermutlich deutlich besser. 😄
Dein Herbst muss nicht perfekt vorbereitet sein
Vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt aus diesem ganzen Artikel: Du musst nicht perfekt vorbereitet in den Herbst starten.
Es wird trotzdem irgendwo Chaos geben. Du wirst trotzdem irgendwann morgens einen Regenschirm suchen. Der Vorratsschrank wird wieder unordentlich. Und spätestens im Dezember wirst du vermutlich mindestens einmal sagen: „Warum habe ich das nicht früher erledigt?“ Willkommen im echten Leben.
Aber wenn du im September ein paar kleine Dinge vorbereitest, verschaffst du dir etwas, das im stressigen Alltag unglaublich wertvoll ist: weniger Entscheidungen im falschen Moment.
Die Jacke ist da. Die Heizung funktioniert. Im Gefrierschrank wartet ein Essen. Die Termine stehen im Kalender. Und abends gibt es einen Platz, an dem du dich mit einer Decke hinsetzen kannst.
Also such dir jetzt 3 Punkte aus dieser Liste aus und erledige den ersten noch heute. Dein Oktober-Ich wird dir ziemlich dankbar dafür sein.
Und vielleicht sitzt du irgendwann im November entspannt mit einer Tasse Kaffee da und fragst dich, warum der Herbst dieses Jahr plötzlich so unkompliziert läuft. Das glaubt mir keiner. 🍂
Quellen
Quellen führe ich hier bewusst nur für die fachlichen Aussagen auf, bei denen sie tatsächlich einen Mehrwert bieten:
- Dai, H., Milkman, K. L. & Riis, J. (2014): The Fresh Start Effect: Temporal Landmarks Motivate Aspirational Behavior
- Verbraucherzentrale: Heizung – einfache Tipps zum Heizkosten sparen
- Umweltbundesamt: Wie lüfte ich richtig? Tipps und Tricks zur Schimmelvermeidung
- Deutscher Feuerwehrverband: Rauchmelder testen und Sicherheits-Check
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