12 einfache Kürbis-Rezepte für den Herbst: herzhaft & süß
Im Herbst landet bei uns regelmäßig Kürbis in der Küche. Trotzdem möchte ich daraus nicht jedes Mal nur eine klassische Kürbissuppe kochen.
Kürbis funktioniert auch in Pasta, Curry, Risotto und Salat. Mit vorbereitetem Kürbispüree kannst du daraus außerdem Overnight Oats, Pancakes oder kleine Hafer-Kugeln machen.
Die größte Hürde ist häufig nicht das Rezept, sondern die Vorbereitung. Ein Hokkaido lässt sich meist recht unkompliziert verarbeiten. Ein fester Butternut kann dagegen etwas mehr Kraft und eine stabile Unterlage erfordern.
Deshalb findest du in dieser Sammlung nicht nur zwölf herzhafte und süße Kürbis-Rezepte. Ich zeige dir auch, wie du Kürbis sicher vorbereitest, welche Gerichte sich zum Vorkochen eignen und wie du Reste sinnvoll aufbewahrst.
Suchst du nicht ausschließlich nach Kürbisgerichten, sondern nach einer breiteren Auswahl für den Übergang in den Herbst, findest du in meinen September-Rezepten mit Kürbis, Apfel und Co. zusätzlich Ideen mit Birnen, Pilzen und Zwetschgen.
Welches Kürbis-Rezept passt heute zu dir?
Nicht jedes Rezept passt zu jedem Tag. Deshalb hilft diese kurze Übersicht bei der Auswahl.
Mit wenig aktiver Arbeitszeit
- Kürbis-Hummus, wenn Kürbispüree bereits vorbereitet ist
- Kürbis-Overnight-Oats
- Kürbis-Pancakes
- Kürbis-Hafer-Kugeln
Für den Backofen
- Ofenkürbis mit Feta und Kürbiskernen
- Kürbis-Pommes mit Joghurt-Kräuter-Dip
Gut zum Vorkochen
- Kürbis-Linsen-Suppe
- Kürbis-Kokos-Curry
- Kürbis-Chili sin carne
- Kürbis-Linsen-Salat
Für ein ruhiges Wochenende
- Kürbis-Risotto
- Kürbis-Pasta mit Salbei
- Kürbis-Hummus mit selbst zubereitetem Kürbispüree
Vegan oder leicht vegan abwandelbar
- Kürbis-Linsen-Suppe
- Kürbis-Kokos-Curry
- Kürbis-Hummus
- Kürbis-Chili sin carne
- Kürbis-Linsen-Salat ohne Feta
- Kürbis-Overnight-Oats mit pflanzlichen Alternativen
- Kürbis-Hafer-Kugeln
Für Tage, an denen das Essen unabhängig von der Jahreszeit besonders zügig fertig werden soll, findest du in meinen 10 schnellen Rezepten unter 30 Minuten weitere alltagstaugliche Ideen.
Kürbis sicher vorbereiten
Kürbisse können je nach Sorte ziemlich fest sein. Eine stabile Arbeitsfläche ist deshalb wichtiger als möglichst viel Kraft.
Lege ein großes Schneidebrett auf die Arbeitsfläche. Rutscht es leicht, kannst du ein feuchtes Geschirrtuch darunterlegen.
Schneide bei einem großen Kürbis zunächst das obere und untere Ende kontrolliert ab. Dadurch erhältst du eine möglichst gerade Standfläche. Stelle den Kürbis anschließend auf das Brett und teile ihn mit ruhigen Bewegungen.
Halte den Kürbis nicht in der freien Hand und drücke ein feststeckendes Messer nicht unkontrolliert durch das Fruchtfleisch. Ein stabiles Kochmesser mit rutschfestem Griff* erleichtert die Arbeit, ersetzt aber nicht die sichere Unterlage und eine kontrollierte Schneidbewegung.
Kerne und faseriges Inneres kannst du mit einem stabilen Esslöffel herauskratzen.
Muss Kürbis geschält werden?
Hokkaido muss normalerweise nicht geschält werden. Seine Schale wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden.
Bei Butternut, Muskatkürbis und anderen Sorten kann die Schale deutlich fester sein. Je nach Rezept kannst du den Kürbis vor dem Garen schälen oder die Hälften zunächst im Backofen weich garen und das Fruchtfleisch anschließend auslöffeln.
🎃 WTF-Fakt: Beim Hokkaido sparst du nicht nur einen Arbeitsschritt. Die mitgegarte Schale sorgt außerdem dafür, dass besonders wenig Fruchtfleisch verloren geht.
Was tun, wenn Kürbis bitter schmeckt?
Probiere beim Schneiden ein winziges rohes Stück. Schmeckt der Kürbis ungewöhnlich oder stark bitter, solltest du ihn ausspucken und den Kürbis nicht weiterverwenden.
Problematische Bitterstoffe werden durch Kochen oder Backen nicht zuverlässig unschädlich gemacht. Handelsübliche Speisekürbisse sind normalerweise unauffällig, der kurze Geschmackstest ist dennoch eine einfache zusätzliche Kontrolle.
Kürbis lagern und einfrieren
Ganze, unbeschädigte Kürbisse können sich an einem kühlen und trockenen Ort je nach Sorte mehrere Wochen bis Monate halten.
Angeschnittene Stücke gehören luftdicht verpackt in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage verarbeitet werden.
Du kannst Kürbis außerdem roh in Stücke schneiden und einfrieren. Für Frühstück, Backrezepte oder Hummus ist vorbereitetes Kürbispüree besonders praktisch.
Kürbispüree einfach vorbereiten
Halbiere einen Hokkaido oder Butternut und entferne Kerne und Fasern.
Lege die Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Gare sie bei etwa 190 °C Ober-/Unterhitze, bis das Fruchtfleisch weich ist. Je nach Größe kann das ungefähr 35 bis 50 Minuten dauern.
Lass den Kürbis etwas abkühlen. Löse das Fruchtfleisch aus der Schale und püriere es.
Das Püree kannst du in kleinen Portionen einfrieren. Beschrifte die Behälter am besten mit Menge und Datum. So kannst du später genau die Portion auftauen, die du für Pancakes, Overnight Oats oder Hummus brauchst.
🥣 WTF-Fakt: Eine vorbereitete Portion Kürbispüree macht aus einem ganzen Kürbis mehrere unterschiedliche Gerichte, ohne dass du jedes Mal wieder von vorne anfangen musst.
8 herzhafte Kürbis-Rezepte
1. Cremige Kürbis-Linsen-Suppe
Rote Linsen machen diese Suppe etwas sättigender und sorgen beim Pürieren zusätzlich für eine cremige Konsistenz.

Portionen: 4
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 25 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 40 Minuten
Zutaten
- 700 g Hokkaido-Kürbis, entkernt
- 100 g rote Linsen
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- etwa 2 cm frischer Ingwer
- 1 EL Raps- oder Olivenöl
- 800 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Kokosmilch, Kochsahne oder ungesüßte Hafercuisine
- Salz
- Pfeffer
- etwas Muskat
- optional Chiliflocken
- optional Kürbiskerne und Petersilie als Topping
Zubereitung
- Wasche den Kürbis gründlich, halbiere ihn und entferne Kerne sowie Fasern.
- Schneide den Kürbis in kleine Würfel.
- Spüle die roten Linsen in einem feinen Sieb ab.
- Schäle Zwiebel, Möhren und Ingwer und schneide alles klein.
- Erhitze das Öl in einem großen Topf und dünste Zwiebel und Ingwer etwa zwei Minuten an.
- Gib Kürbis und Möhren dazu und brate das Gemüse weitere zwei bis drei Minuten.
- Füge Linsen und Gemüsebrühe hinzu.
- Lass die Suppe zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln, bis Kürbis, Möhren und Linsen weich sind.
- Nimm den Topf kurz von der heißen Herdplatte. Püriere die Suppe vorsichtig mit einem Stabmixer*. Halte den Mixerkopf vollständig unter die Oberfläche, damit die heiße Suppe möglichst wenig spritzt.
- Rühre Kokosmilch oder Kochsahne ein und schmecke die Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat ab.
Variante
Für eine dünnere Suppe kannst du etwas zusätzliche Brühe ergänzen. Möchtest du sie besonders cremig, verwendest du etwas mehr Kokosmilch.
Aufbewahrung
Lass die Suppe zügig abkühlen und bewahre sie gut verschlossen im Kühlschrank auf. Verbrauche sie möglichst innerhalb von zwei Tagen oder friere sie portionsweise ein.
2. Kürbis-Kokos-Curry mit roten Linsen
Dieses Curry bleibt stückig und unterscheidet sich dadurch deutlich von der pürierten Suppe. Die roten Linsen nehmen einen Teil der Flüssigkeit auf und machen das Gericht sämig.

Portionen: 4
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 25 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 40 Minuten
Zutaten
- 600 g Hokkaido oder geschälter Butternut, entkernt
- 150 g rote Linsen
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- etwa 2 cm frischer Ingwer
- 1 EL Öl
- 1 bis 2 EL milde rote Currypaste oder 2 TL Currypulver
- 400 ml Kokosmilch
- 350 ml Gemüsebrühe
- 1 TL Kurkuma, optional
- 1 bis 2 TL Zitronensaft
- Salz
- Pfeffer
- optional eine Handvoll Babyspinat
- Kürbiskerne oder frische Kräuter als Topping
Zubereitung
- Schneide den vorbereiteten Kürbis in ungefähr zwei Zentimeter große Würfel.
- Spüle die roten Linsen gründlich ab.
- Schäle Zwiebel, Knoblauch und Ingwer und hacke alles fein.
- Erhitze das Öl in einem großen Topf.
- Dünste Zwiebel, Knoblauch und Ingwer etwa zwei Minuten an.
- Gib Currypaste oder Currypulver dazu und röste die Gewürze kurz mit.
- Füge Kürbis, Linsen, Kokosmilch und Brühe hinzu.
- Lass das Curry etwa 18 bis 22 Minuten sanft köcheln. Rühre zwischendurch um, damit die Linsen nicht am Topfboden ansetzen.
- Optional: gib in den letzten Minuten den Babyspinat dazu.
- Schmecke das Curry mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.
- Streue vor dem Servieren einige Kürbiskerne oder frische Kräuter darüber.
Konsistenz anpassen
Rote Linsen nehmen beim Garen viel Flüssigkeit auf. Wird das Curry zu dick, kannst du etwas Brühe ergänzen. Ist es dir zu flüssig, lässt du es wenige Minuten ohne Deckel weiterköcheln.
Aufbewahrung
Das Curry lässt sich gut vorkochen. Bewahre es gekühlt höchstens etwa zwei Tage auf oder friere einzelne Portionen ein.
🌱 WTF-Fakt: Kürbis, Zucchini, Gurken und Melonen gehören botanisch zur Familie der Kürbisgewächse. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Verwendung sind sie miteinander verwandt.
3. Kürbis-Pasta mit Salbei
Die Kürbiswürfel werden direkt in der Pfanne gegart. Ein Teil davon darf beim Rühren zerfallen und bildet zusammen mit Frischkäse und Nudelwasser die Sauce.

Portionen: 4
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 20 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 35 Minuten
Zutaten
- 350 g Pasta
- 450 g Hokkaido oder geschälter Butternut, entkernt
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Olivenöl
- etwa 8 frische Salbeiblätter oder 1 TL getrockneter Salbei
- 200 ml Gemüsebrühe
- 120 g Frischkäse oder eine pflanzliche Kochalternative
- Salz
- Pfeffer
- etwas Muskat
- optional Chiliflocken
- optional geriebener Parmesan
- optional 1 kleine Zucchini
Zubereitung
- Schneide den Kürbis in kleine Würfel.
- Schäle Zwiebel und Knoblauch und hacke beides fein.
- Optional: schneide eine Zucchini in kleine Stücke.
- Koche die Pasta nach Packungsangabe. Schöpfe vor dem Abgießen etwa eine Tasse Nudelwasser ab.
- Erhitze parallel das Öl in einer großen Pfanne.
- Dünste Zwiebel und Knoblauch kurz an.
- Gib Kürbis und optional Zucchini dazu und brate das Gemüse etwa fünf Minuten.
- Gieße die Brühe darüber und lass alles zugedeckt ungefähr zehn Minuten köcheln.
- Rühre Frischkäse und fein geschnittenen Salbei unter.
- Zerdrücke einige weiche Kürbiswürfel mit dem Kochlöffel.
- Vermische die Sauce mit der Pasta.
- Ergänze nach Bedarf etwas Nudelwasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Schmecke mit Salz, Pfeffer und Muskat ab.
Variante
Für eine pflanzliche Version verwendest du eine vegane Kochalternative und lässt den Parmesan weg.
Aufbewahrung
Die Pasta schmeckt frisch am besten. Reste können bis zum nächsten Tag gekühlt und anschließend mit etwas Wasser oder Brühe in der Pfanne erwärmt werden.
4. Ofenkürbis mit Feta, Rosmarin und Kürbiskernen
Der Ofen übernimmt bei diesem Gericht den größten Teil der Arbeit. Serviere den Kürbis als Beilage oder ergänze Brot, Salat oder Kichererbsen für eine größere Mahlzeit.

Portionen: 4 als Beilage oder 2 als Hauptgericht
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Backzeit: etwa 35 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 50 Minuten
Zutaten
- 800 g Hokkaido-Kürbis, entkernt
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL gehackter Rosmarin oder getrocknete Kräuter
- Salz
- Pfeffer
- 150 g Feta
- 3 EL Kürbiskerne
- optional 1 TL Honig oder Ahornsirup
Zubereitung
- Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vor.
- Schneide den Kürbis in Spalten oder ungefähr gleich große Würfel.
- Vermische ihn auf einem Backblech mit Öl, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Rosmarin, Salz und Pfeffer.
- Verteile die Stücke möglichst in einer Lage.
- Backe den Kürbis zunächst etwa 25 Minuten.
- Zerbrösle den Feta darüber und ergänze die Kürbiskerne.
- Backe alles weitere acht bis zehn Minuten, bis der Kürbis weich ist und erste gebräunte Stellen zeigt.
- Gib optional nach dem Backen wenig Honig oder Ahornsirup darüber.
Variante
Walnüsse passen ebenfalls zum Gericht. Bei einer nussfreien Zubereitung bleiben Kürbiskerne die unkompliziertere Wahl.
Aufbewahrung
Reste können gekühlt bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Der Kürbis wird beim erneuten Erwärmen meist etwas weicher.
5. Kürbis-Pommes mit Joghurt-Kräuter-Dip
Kürbis-Pommes werden meist weicher als klassische Kartoffelpommes. Speisestärke, ausreichend Abstand auf dem Blech und eine trockene Oberfläche helfen trotzdem dabei, gebräunte Ränder zu erhalten.

Portionen: 2 bis 3 als Beilage
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Backzeit: etwa 30 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 45 Minuten
Zutaten für die Kürbis-Pommes
- 700 g Butternut oder Hokkaido, vorbereitet
- 1½ EL Olivenöl
- 2 EL Speisestärke
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL Knoblauchpulver, optional
- Pfeffer
- Salz erst nach dem Backen
Zutaten für den Dip
- 150 g Naturjoghurt
- 1 TL Zitronensaft
- 1 EL gehackte Petersilie oder Schnittlauch
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze oder 200 °C Umluft vor.
- Schneide den Kürbis in ungefähr einen Zentimeter dicke Stifte.
- Tupfe die Stifte mit einem sauberen Küchenpapier trocken.
- Vermische sie zuerst mit der Speisestärke.
- Gib anschließend Öl, Paprikapulver, Knoblauchpulver und Pfeffer dazu.
- Verteile die Kürbisstifte mit etwas Abstand auf einem Backblech.
- Backe sie etwa 25 bis 30 Minuten und wende sie nach ungefähr der Hälfte der Zeit.
- Salze die Kürbis-Pommes erst direkt nach dem Backen.
- Verrühre für den Dip Joghurt, Zitronensaft, Kräuter, Salz und Pfeffer.
Hinweis
Die genaue Backzeit hängt von der Kürbissorte, der Dicke der Stifte und deinem Backofen ab. Beobachte die Pommes gegen Ende, damit dünne Stücke nicht verbrennen.
Aufbewahrung
Kürbis-Pommes schmecken direkt aus dem Ofen am besten. Beim Aufbewahren verlieren sie deutlich an Festigkeit.
6. Kürbis-Hummus
Mit bereits vorbereitetem Kürbispüree ist dieser Aufstrich in wenigen Minuten fertig. Ohne vorbereitetes Püree kommt die Garzeit des Kürbisses hinzu.

Portionen: etwa 4
Aktive Zubereitung: ungefähr 10 Minuten
Zusätzliche Zeit: abhängig von der Vorbereitung des Kürbispürees
Zutaten
- 200 g gegartes Kürbispüree
- 1 Dose Kichererbsen, etwa 240 g Abtropfgewicht
- 2 EL Tahin
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 2 EL Zitronensaft
- 2 EL Olivenöl
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- Salz
- Pfeffer
- 2 bis 4 EL sehr kaltes Wasser
- Kürbiskerne und etwas Paprikapulver als Topping
Zubereitung
- Spüle die Kichererbsen gründlich ab und lass sie abtropfen.
- Gib Kichererbsen, Kürbispüree, Tahin, Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Kreuzkümmel in einen leistungsfähigen Mixer oder Food Processor.
- Püriere alles zu einer möglichst gleichmäßigen Masse.
- Gib nach und nach kaltes Wasser dazu, bis der Hummus die gewünschte Konsistenz erreicht.
- Schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.
- Fülle ihn in eine Schale und ergänze Kürbiskerne und etwas Paprikapulver.
Variante ohne Tahin
Du kannst Tahin weglassen. Der Hummus wird dann weniger nussig und eventuell etwas fester. Gleiche die Konsistenz mit wenig zusätzlichem Wasser oder Olivenöl aus.
Servierideen
Der Kürbis-Hummus passt:
- als Brotaufstrich
- zu Gemüsesticks
- in Wraps
- zu Ofengemüse
- als cremige Komponente in einer Bowl
Aufbewahrung
Bewahre den Hummus gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche ihn möglichst innerhalb von zwei Tagen. Verwende zum Entnehmen immer einen sauberen Löffel.
7. Kürbis-Chili sin carne
Kürbis passt überraschend gut in Chili. Die Würfel werden beim Garen weich, bleiben bei der richtigen Größe aber noch sichtbar.

Portionen: 4
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 30 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 45 Minuten
Zutaten
- 500 g Hokkaido oder geschälter Butternut, entkernt
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 rote Paprika
- 1 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose gehackte Tomaten, 400 g
- 300 ml Gemüsebrühe
- 1 Dose Kidneybohnen, etwa 240 g Abtropfgewicht
- 1 kleine Dose Mais, etwa 140 g Abtropfgewicht
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- Chiliflocken nach Geschmack
- 1 kleine Prise Zimt, optional
- Salz
- Pfeffer
- optional Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative
- Petersilie oder Koriander als Topping
Zubereitung
- Schneide den Kürbis in kleine Würfel.
- Schäle Zwiebel und Knoblauch und hacke beides fein.
- Entferne Kerngehäuse und Stiel der Paprika und schneide sie in Stücke.
- Spüle Bohnen und Mais ab und lass beides abtropfen.
- Erhitze das Öl in einem großen Topf.
- Dünste Zwiebel und Knoblauch etwa zwei Minuten an.
- Gib das Tomatenmark dazu und röste es kurz mit.
- Füge Kürbis und Paprika hinzu und brate das Gemüse weitere drei Minuten.
- Gib Tomaten, Brühe, Bohnen, Mais und Gewürze in den Topf.
- Lass das Chili ungefähr 20 bis 25 Minuten sanft köcheln, bis der Kürbis weich ist.
- Schmecke mit Salz, Pfeffer und der gewünschten Menge Chili ab.
Variante
Für ein milderes Familienessen lässt du die Chiliflocken zunächst weg und stellst sie später separat auf den Tisch.
Aufbewahrung
Das Chili eignet sich gut zum Vorkochen und Einfrieren. Kühle Reste zügig ab, bewahre sie gut verschlossen im Kühlschrank auf und erhitze sie vor dem Verzehr gründlich.
Wenn du solche unkomplizierten Gerichte magst, bei denen möglichst viel in einem Topf zubereitet wird, findest du in meinen 7 One-Pot-Rezepten für den Feierabend weitere passende Ideen.
8. Cremiges Kürbis-Risotto
Beim Risotto musst du nicht ohne Unterbrechung rühren. Regelmäßiges Rühren und portionsweises Nachgießen der heißen Brühe reichen aus.

Portionen: 4
Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 35 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 50 Minuten
Zutaten
- 300 g Risottoreis
- 500 g Hokkaido oder geschälter Butternut, entkernt
- 1 Zwiebel
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Butter oder zusätzliches Olivenöl
- 100 ml trockener Weißwein, optional
- etwa 900 ml bis 1 Liter heiße Gemüsebrühe
- 60 g frisch geriebener Parmesan
- 6 frische Salbeiblätter oder 1 TL getrockneter Salbei
- Salz
- Pfeffer
- etwas Muskat
- optional etwas Zitronenabrieb
- geröstete Kürbiskerne als Topping
Zubereitung
- Schneide den Kürbis in kleine Würfel.
- Schäle die Zwiebel und hacke sie fein.
- Halte die Gemüsebrühe in einem zweiten Topf heiß.
- Erhitze Öl und Butter in einem breiten Topf.
- Dünste die Zwiebel glasig.
- Gib den Reis dazu und rühre ihn ungefähr eine Minute unter.
- Lösche optional mit Weißwein ab und lass ihn fast vollständig einkochen.
- Gib Kürbis und zunächst zwei Kellen heiße Brühe dazu.
- Lass das Risotto bei mittlerer Hitze garen und rühre regelmäßig.
- Gieße immer wieder etwas Brühe nach, sobald der Reis den Großteil der Flüssigkeit aufgenommen hat.
- Nach ungefähr 25 bis 30 Minuten sollten Reis und Kürbis gar sein. Der Reis darf innen noch leicht bissfest bleiben.
- Rühre Parmesan und fein geschnittenen Salbei unter.
- Schmecke mit Salz, Pfeffer, Muskat und optional Zitronenabrieb ab.
- Serviere das Risotto mit gerösteten Kürbiskernen.
Alkoholfreie Variante
Lass den Weißwein weg und beginne direkt mit der Gemüsebrühe.
Aufbewahrung
Risotto schmeckt frisch am besten. Möchtest du Reste aufbewahren, solltest du sie zügig abkühlen, gut verschlossen in den Kühlschrank stellen und möglichst am nächsten Tag gründlich erhitzen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt bei erhitzten Speisen eine schnelle Kühlung, weil einzelne bakterielle Sporen das Kochen überstehen und sich bei ungünstiger Lagerung vermehren können. Dies betrifft besonders stärkehaltige Speisen wie Reis.
4 Kürbis-Rezepte für Salat, Frühstück und Snacks
Wenn du Kürbis nicht nur herzhaft verwenden möchtest, kannst du vorbereitetes Kürbispüree auch in Frühstücks- und Snackrezepten einsetzen.
Für klassische Kuchen, Muffins und andere saisonale Backideen passt zusätzlich mein Artikel Kürbis, Apfel & Zimt – 5 herbstliche Rezepte zum Nachbacken.
9. Kürbis-Linsen-Salat mit Apfel und Rucola
Kürbis und Linsen kannst du vorbereiten. Apfel, Rucola und Dressing kommen erst kurz vor dem Essen dazu, damit der Salat frisch bleibt.

Portionen: 4 als Beilage oder 2 als Hauptmahlzeit
Vorbereitung: etwa 20 Minuten
Garzeit: etwa 25 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 45 Minuten
Zutaten
- 400 g Hokkaido oder geschälter Butternut, entkernt
- 120 g trockene Beluga- oder Puy-Linsen
- 1 fester Apfel
- 80 g Rucola
- 80 g Feta
- 3 EL Kürbiskerne
- 1 EL Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
Für das Dressing
- 3 EL Olivenöl
- 2 EL Apfelessig
- 1 TL Senf
- optional 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Gare die Linsen nach Packungsangabe, bis sie weich, aber noch formstabil sind.
- Gieße sie ab und lass sie etwas abkühlen.
- Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Schneide den Kürbis in kleine Würfel.
- Vermische ihn auf einem Backblech mit einem Esslöffel Öl, Salz und Pfeffer.
- Röste den Kürbis etwa 20 bis 25 Minuten.
- Wasche Rucola und Apfel.
- Entferne das Kerngehäuse und schneide den Apfel in kleine Stücke.
- Verrühre alle Zutaten für das Dressing.
- Vermische Linsen, lauwarmen Kürbis, Apfel und Rucola vorsichtig.
- Gib das Dressing dazu.
- Zerbrösle Feta darüber und ergänze Kürbiskerne.
Vegane Variante
Lass den Feta weg oder verwende eine pflanzliche Alternative. Ahornsirup ersetzt im Dressing den Honig.
Meal-Prep-Hinweis
Bewahre gekochte Linsen, gerösteten Kürbis, Rucola, Apfel und Dressing möglichst getrennt auf. Schneide den Apfel erst kurz vor dem Essen.
Wenn du aus wenigen vorbereiteten Zutaten mehrere Mahlzeiten zusammenstellen möchtest, findest du in Meal Prep für die Woche weitere alltagstaugliche Ideen.
10. Kürbis-Overnight-Oats
Für dieses Frühstück brauchst du bereits gegartes Kürbispüree. Bereite am besten nur so viele Portionen vor, wie du innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage verbrauchst.

Portionen: 2
Aktive Vorbereitung: etwa 10 Minuten
Kühlzeit: mindestens 6 Stunden
Zutaten
- 100 g zarte Haferflocken
- 250 ml Milch oder ungesüßter Pflanzendrink
- 150 g Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative
- 120 g Kürbispüree
- 1 TL Zimt
- 1 kleine Prise Muskat
- 1 kleine Prise gemahlener Ingwer
- optional 1 bis 2 TL Honig oder Ahornsirup
- optional 2 TL Chiasamen
- Apfelwürfel, Kürbiskerne oder Naturjoghurt als Topping
Zubereitung
- Gib Haferflocken, Milch, Joghurt und Kürbispüree in eine Schüssel oder zwei saubere Gläser.
- Ergänze Zimt, Muskat und Ingwer.
- Rühre optional Honig, Ahornsirup oder Chiasamen unter.
- Decke die Portionen ab und stelle sie mindestens sechs Stunden in den Kühlschrank.
- Rühre die Overnight Oats vor dem Essen noch einmal durch.
- Ergänze frische Apfelwürfel, Kürbiskerne oder etwas zusätzlichen Joghurt.
Konsistenz anpassen
Sind die Overnight Oats am Morgen zu fest, kannst du etwas Milch unterrühren. Sind sie dir zu flüssig, helfen ein paar zusätzliche Haferflocken.
Aufbewahrung
Bewahre die Overnight Oats durchgehend gekühlt auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen.
11. Fluffige Kürbis-Pancakes mit Zimt
Das Kürbispüree macht die Pancakes saftig und gibt ihnen eine warme orange Farbe.

Portionen: 2
Menge: etwa 8 bis 10 kleine Pancakes
Vorbereitung: ungefähr 10 Minuten
Bratzeit: etwa 20 Minuten
Gesamtzeit: ungefähr 30 Minuten
Zutaten
- 180 g Weizenmehl oder Dinkelmehl Type 630
- 2 TL Backpulver
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
- 220 ml Milch oder ungesüßter Pflanzendrink
- 120 g Kürbispüree
- 1 EL neutrales Pflanzenöl
- optional 1 EL Haushaltszucker oder Ahornsirup
- etwas Öl für die Pfanne
Zubereitung
- Vermische Mehl, Backpulver, Zimt und Salz.
- Verquirle in einer zweiten Schüssel Ei, Milch, Kürbispüree und Öl.
- Gib die flüssigen Zutaten zur Mehlmischung.
- Verrühre alles nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
- Lass den Teig etwa fünf Minuten ruhen.
- Erhitze wenig Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze.
- Gib für jeden Pancake ungefähr zwei Esslöffel Teig in die Pfanne.
- Wende den Pancake, wenn sich auf der Oberfläche kleine Bläschen bilden und die Unterseite stabil ist.
- Backe die zweite Seite goldbraun.
Servierideen
Dazu passen:
- Naturjoghurt
- Apfelkompott
- Birnenstücke
- Kürbiskerne
- wenig Ahornsirup
Vegane Variante
Ersetze das Ei durch einen Esslöffel fein gemahlene Leinsamen, die du mit drei Esslöffeln Wasser ungefähr zehn Minuten quellen lässt. Je nach Mehl kann anschließend etwas zusätzliche Flüssigkeit nötig sein.
Aufbewahrung
Lass übrig gebliebene Pancakes vollständig abkühlen. Bewahre sie gekühlt bis zum nächsten Tag auf oder friere sie mit Backpapier zwischen den einzelnen Pancakes ein.
12. Kürbis-Hafer-Kugeln mit Datteln
Diese kleinen Kugeln werden nicht gebacken. Sie brauchen allerdings Kühlzeit, damit die Masse fester wird.

Menge: ungefähr 10 bis 12 Kugeln
Aktive Vorbereitung: etwa 15 Minuten
Kühlzeit: ungefähr 1 Stunde
Gesamtzeit: ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten
Zutaten
- 100 g weiche, entsteinte Datteln
- 70 g zarte Haferflocken
- 70 g möglichst festes Kürbispüree
- 30 g Kürbiskerne
- 20 g Kokosraspeln
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- zusätzliche Kokosraspeln oder gemahlene Kürbiskerne zum Wälzen
Zubereitung
- Gib Datteln, Haferflocken, Kürbispüree, Kürbiskerne, Kokosraspeln, Zimt und Salz in einen Food Processor.
- Zerkleinere alles, bis eine formbare Masse entsteht.
- Ist die Masse sehr weich, ergänze esslöffelweise einige Haferflocken.
- Ist sie sehr trocken und bröselig, gib einen Teelöffel Kürbispüree oder Wasser hinzu.
- Forme mit leicht angefeuchteten Händen etwa zehn bis zwölf kleine Kugeln.
- Wälze sie optional in Kokosraspeln oder fein gemahlenen Kürbiskernen.
- Stelle die Kugeln ungefähr eine Stunde kalt.
Variante
Falls Nüsse im Haushalt kein Problem sind, kannst du einen kleinen Teil der Kürbiskerne durch gemahlene Mandeln ersetzen.
Aufbewahrung
Bewahre die Kürbis-Hafer-Kugeln gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von zwei bis drei Tagen.
Häufige Fragen zu den Kürbis-Rezepten
Hokkaido ist ein unkomplizierter Allrounder und muss normalerweise nicht geschält werden.
Butternut besitzt ein mildes Fruchtfleisch und eignet sich gut für Püree, Pasta, Curry oder Kürbis-Pommes.
Muskatkürbisse sind häufig größer. Sie eignen sich besonders, wenn du eine größere Menge Suppe, Ofenkürbis oder Püree zubereiten möchtest.
Die Auswahl ist nicht streng festgelegt. Entscheidend ist, dass es sich um einen geeigneten Speisekürbis handelt und du die unterschiedliche Festigkeit der Schale berücksichtigst.
Spucke das probierte Stück aus und verwende den Kürbis nicht weiter.
Kochen, Braten oder Backen entfernt problematische Bitterstoffe nicht zuverlässig. Das gilt auch dann, wenn der Kürbis optisch normal aussieht.
Ja. Du kannst das vorbereitete Fruchtfleisch in Würfel schneiden und einfrieren.
Die Stücke eignen sich später beispielsweise für Suppen, Curry oder Ofengerichte. Für Pancakes, Overnight Oats und Hummus ist eingefrorenes Kürbispüree praktischer.
Besonders praktisch sind:
- Kürbis-Linsen-Suppe
- Kürbis-Kokos-Curry
- Kürbis-Chili sin carne
- die getrennt vorbereiteten Bestandteile des Kürbis-Linsen-Salats
- Kürbis-Pancakes
- vorbereitetes Kürbispüree
Risotto und Kürbis-Pommes würde ich dagegen möglichst frisch servieren.
Fazit: Kürbis kann mehr als Suppe
Kürbis muss im Herbst nicht jeden Tag als Suppe auf dem Tisch stehen.
Je nach Sorte und Vorbereitung funktioniert er auch in Pasta, Curry, Risotto und Salat. Mit vorbereitetem Kürbispüree kannst du außerdem Frühstück und kleine Snacks zubereiten, ohne jedes Mal einen ganzen Kürbis verarbeiten zu müssen.
Du musst dafür nicht direkt alle zwölf Rezepte ausprobieren. Starte mit dem Gericht, das zu deinem Tag passt: Chili zum Vorkochen, Ofenkürbis für einen ruhigen Abend oder Pancakes für ein herbstliches Frühstück.
Für eine breitere saisonale Auswahl findest du in meinen September-Rezepten mit Kürbis, Apfel und Co. weitere herzhafte und süße Ideen. Und an besonders vollen Tagen helfen dir die 10 schnellen Rezepte unter 30 Minuten mit Gerichten, die nicht nur in der Kürbissaison funktionieren.
