6 verschiedene Haselnuss-Plätzchen mit Schokolade, Nougat, Zimt, Puderzucker, Datteln und Karamell
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Haselnuss-Plätzchen: 6 einfache Rezepte für Weihnachten

Haselnüsse gehören für mich fest zur Weihnachtsbäckerei. Ihr kräftiges Aroma passt zu Schokolade, Nougat, Zimt, Datteln, Puderzucker und Karamell – und genau deshalb lassen sich daraus sehr unterschiedliche Plätzchen backen.

In diesem Artikel findest du 6 Varianten:

  1. Schoko-Haselnuss-Plätzchen
  2. Haselnuss-Nougat-Sterne
  3. vegane Haselnuss-Zimt-Kekse
  4. Haselnuss-Schneebälle
  5. Haselnuss-Dattel-Kekse mit glutenfreier Mehlmischung
  6. Haselnuss-Karamell-Taler

Die Schoko-Plätzchen und veganen Zimt-Kekse werden als kleine Kugeln geformt. Für die Nougat-Sterne benötigst du einen Ausstecher. Die Schneebälle werden nach dem Backen in Puderzucker gewälzt, während die Dattel-Kekse etwas weicher bleiben. Die Karamell-Taler erhalten nach dem Backen eine kleine Füllung.

Suchst du zusätzlich nach einem Eiweißgebäck mit Haselnüssen, findest du in meinen 3 Haselnussmakronen-Rezepten klassische, schokoladige und kräftige Varianten.

Haselnuss-Plätzchen richtig vorbereiten

Bevor du mit dem 1. Rezept beginnst, helfen dir einige einfache Grundlagen.

Gemahlene und gehackte Haselnüsse sind nicht dasselbe

Gemahlene Haselnüsse verbinden sich mit dem Teig und beeinflussen seine Konsistenz.

Gehackte Haselnüsse sorgen dagegen für:

  • kleine knusprige Stücke,
  • eine gröbere Oberfläche,
  • mehr Biss.

Tausche beide Formen deshalb nicht beliebig gegeneinander aus.

Wiege die Zutaten möglichst genau ab

Gerade bei Mürbeteig können bereits kleine Mengen zusätzliches Mehl dazu führen, dass der Teig trocken und bröselig wird.

Streiche Mehl deshalb nicht nach Gefühl in den Teig. Halte dich zunächst an die angegebene Menge und beurteile die Konsistenz erst nach dem Kneten und Kühlen.

Beachte die angegebene Buttertemperatur

Für einige Rezepte wird weiche Butter verwendet, für andere kalte Butter.

  • Weiche Butter lässt sich mit Zucker cremig rühren.
  • Kalte Butter hilft bei Mürbeteig, die Form zu bewahren.
  • Geschmolzene Butter ist kein zuverlässiger Ersatz, wenn sie nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

Knete Mürbeteig nur kurz

Mürbeteig soll sich verbinden.

Knetest du ihn sehr lange, wird die Butter warm und der Teig kann:

  • klebrig werden,
  • beim Backen stärker verlaufen,
  • nach dem Backen fester wirken.

Forme gleich große Plätzchen

Ähnlich große Plätzchen benötigen ungefähr dieselbe Backzeit.

Bei Kugelplätzchen kannst du den Teig:

  • abwiegen,
  • mit einem kleinen Portionierer entnehmen,
  • anschließend gleichmäßig formen.

Probiere den rohen Teig nicht

Auch ein Teig ohne rohes Ei ist nicht automatisch zum Naschen geeignet. Mehl ist ein rohes Lebensmittel und kann mit krankmachenden Keimen belastet sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb, Brot-, Kuchen-, Pizza- und Keksteig nicht ungebacken zu essen.

🍪 WTF-Fakt: Nicht nur rohe Eier können ein Risiko sein. Mögliche Keime können auch über ungebackenes Mehl in den Keksteig gelangen.

1. Schoko-Haselnuss-Plätzchen

Diese Plätzchen verbinden gemahlene Haselnüsse mit einer kräftigen Kakaonote. Sie sind außen leicht fest und bleiben bei passender Backzeit innen etwas weicher.

Runde Schoko-Haselnuss-Plätzchen mit dünnen Schokoladenlinien

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 28 Plätzchen
  • Vorbereitungszeit: etwa 20 Minuten
  • Kühlzeit: 30 Minuten
  • Backzeit: 12 bis 14 Minuten pro Blech
  • Abkühlzeit: etwa 25 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 30 Minuten
  • Backtemperatur: 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft

Zutaten

  • 100 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei, Größe M
  • 170 g Weizenmehl, Type 405
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 20 g ungesüßter Backkakao
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • optional 40 g Zartbitterschokolade zum Verzieren
  • alternativ etwas Puderzucker

Zubereitung

  1. Verrühre die weiche Butter mit dem Zucker etwa 2 bis 3 Minuten.
  2. Gib das Ei hinzu und rühre es kurz unter.
  3. Vermische Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backkakao, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel.
  4. Gib die trockenen Zutaten zur Buttermasse.
  5. Verknete alles nur so lange, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.
  6. Decke den Teig ab und stelle ihn 30 Minuten in den Kühlschrank.
  7. Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vor.
  8. Lege 1 oder 2 Backbleche mit Backpapier aus.
  9. Teile den Teig in etwa 28 Portionen von jeweils ungefähr 18 g.
  10. Rolle jede Portion zu einer Kugel und drücke sie auf dem Backblech leicht flach.
  11. Lasse zwischen den Plätzchen etwas Abstand.
  12. Backe sie auf der mittleren Schiene 12 bis 14 Minuten.
  13. Lasse die Plätzchen zunächst 5 Minuten auf dem Blech ruhen.
  14. Lege sie anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter und lasse sie vollständig auskühlen.
  15. Verziere sie auf Wunsch mit wenigen dünnen Linien geschmolzener Zartbitterschokolade oder bestäube sie leicht mit Puderzucker.

Mein Gelingtipp

Die Plätzchen wirken direkt nach dem Backen noch weich. Sie werden beim Abkühlen fester.

Backe sie nicht vorsorglich länger, bis sie vollständig hart erscheinen. Dadurch können sie trocken werden.

Aufbewahrung

Bewahre die vollständig ausgekühlten Plätzchen in einer sauberen und gut schließenden Dose auf.

Bei kühler und trockener Lagerung sind sie ungefähr 7 bis 10 Tage eine gute Orientierung. Prüfe sie vor dem Essen trotzdem immer auf ungewöhnlichen Geruch, Feuchtigkeit oder sichtbare Veränderungen.

2. Haselnuss-Nougat-Sterne

Diese gefüllten Sterne benötigen etwas mehr Zeit, weil der Teig gekühlt, ausgerollt, ausgestochen und nach dem Backen zusammengesetzt wird.

Gefüllte Haselnuss-Sterne mit dünner Nougatschicht

Dafür sehen sie auf dem Plätzchenteller besonders festlich aus.

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 20 bis 24 gefüllte Sterne
  • Vorbereitungszeit: etwa 35 Minuten
  • Kühlzeit: 60 Minuten
  • Backzeit: 8 bis 10 Minuten pro Blech
  • Abkühl- und Füllzeit: etwa 30 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 2 Stunden 15 Minuten
  • Backtemperatur: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 155 °C Umluft

Zutaten

  • 200 g Weizenmehl, Type 405
  • 80 g gemahlene Haselnüsse
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 140 g kalte Butter
  • 1 Ei, Größe M
  • 120 g schnittfestes Nuss-Nougat
  • optional 15 g Puderzucker für die oberen Sterne

Zubereitung

  1. Vermische Mehl, gemahlene Haselnüsse, Puderzucker und Salz.
  2. Schneide die kalte Butter in kleine Würfel und gib sie hinzu.
  3. Ergänze das Ei.
  4. Verknete alles zügig zu einem glatten Teig.
  5. Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, decke ihn ab und stelle ihn 60 Minuten in den Kühlschrank.
  6. Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 155 °C Umluft vor.
  7. Lege die Backbleche mit Backpapier aus.
  8. Rolle den Teig portionsweise auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick aus.
  9. Stich ungefähr 40 bis 48 Sterne aus.
  10. Lege sie mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche.
  11. Stelle sehr weich gewordene ausgestochene Sterne vor dem Backen noch einmal 10 Minuten kühl.
  12. Backe sie 8 bis 10 Minuten, bis die Ränder ganz leicht Farbe bekommen.
  13. Lasse die Sterne 5 Minuten auf dem Blech ruhen und danach vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen.
  14. Bestäube die Hälfte der Sterne auf Wunsch leicht mit Puderzucker. Diese Hälfte bildet später die Oberseite.
  15. Erwärme das Nuss-Nougat vorsichtig im Wasserbad, bis es weich und streichfähig ist. Es soll nicht heiß und dünnflüssig werden.
  16. Gib ungefähr ½ TL Nougat auf die Unterseite eines Sterns.
  17. Setze einen 2. Stern vorsichtig darauf.
  18. Lasse die gefüllten Plätzchen liegen, bis das Nougat wieder fester geworden ist.

Ein Stern-Ausstechformen-Set* ist praktisch, wenn du unterschiedliche Größen verwenden möchtest. Ein vorhandener einzelner Sternausstecher, ein runder Ausstecher oder der Rand eines kleinen Glases reichen ebenfalls aus.

Mein Gelingtipp

Rolle den Teig nicht zu dünn aus.

Sehr dünne Sterne:

  • backen schneller,
  • brechen leichter,
  • lassen sich schwieriger füllen.

Etwa 3 mm Teigdicke sind für gefüllte Doppeldecker ein guter Ausgangspunkt.

Aufbewahrung

Lagere die Nougat-Sterne kühl und trocken in einer gut schließenden Dose.

Trenne mehrere Lagen mit Backpapier. Beachte zusätzlich die Aufbewahrungshinweise auf dem verwendeten Nougat.

Als vorsichtige Orientierung sollten die gefüllten Sterne innerhalb von etwa 5 bis 7 Tagen gegessen werden.

3. Vegane Haselnuss-Zimt-Kekse

Diese Kekse kommen ohne Ei und Butter aus. Reife Banane sorgt für Bindung und eine leichte natürliche Süße.

Weiche vegane Haselnuss-Zimt-Kekse auf einem modernen Teller

Die Konsistenz unterscheidet sich bewusst von klassischem Mürbeteig: Die Kekse bleiben innen eher weich und schmecken leicht nach Banane und Zimt.

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 24 Kekse
  • Vorbereitungszeit: etwa 20 Minuten
  • Kühlzeit: 40 Minuten
  • Backzeit: 12 bis 14 Minuten pro Blech
  • Abkühlzeit: etwa 20 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 30 Minuten
  • Backtemperatur: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 155 °C Umluft

Zutaten

  • 90 g sehr reife Banane, ohne Schale abgewogen
  • 80 g weiche, als vegan gekennzeichnete Backmargarine
  • 70 g brauner Zucker
  • 180 g Weizenmehl, Type 405
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1½ TL Zimt
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Zerdrücke die Banane mit einer Gabel sehr fein.
  2. Verrühre die weiche Backmargarine mit dem braunen Zucker.
  3. Gib das Bananenpüree hinzu und vermische alles gründlich.
  4. Vermische Mehl, gemahlene Haselnüsse, Zimt, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel.
  5. Gib die trockenen Zutaten zur Margarinenmasse.
  6. Verrühre alles nur so lange, bis ein gleichmäßiger, weicher Teig entstanden ist.
  7. Decke den Teig ab und stelle ihn 40 Minuten in den Kühlschrank.
  8. Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 155 °C Umluft vor.
  9. Lege 1 oder 2 Backbleche mit Backpapier aus.
  10. Teile den Teig in etwa 24 Portionen.
  11. Forme mit leicht angefeuchteten Händen kleine Kugeln und drücke sie auf dem Blech vorsichtig flach.
  12. Lasse zwischen den Keksen ausreichend Abstand.
  13. Backe sie 12 bis 14 Minuten.
  14. Lasse die Kekse zunächst 5 Minuten auf dem Backblech ruhen.
  15. Lege sie anschließend auf ein Kuchengitter und lasse sie vollständig auskühlen.

Mein Gelingtipp

Verwende eine sehr reife Banane mit mehreren braunen Punkten auf der Schale.

Eine noch feste und wenig reife Banane:

  • lässt sich schlechter zerdrücken,
  • schmeckt weniger süß,
  • kann den Teig trockener wirken lassen.

Aufbewahrung

Durch die Banane enthalten diese Kekse mehr Feuchtigkeit als klassischer Mürbeteig.

Bewahre sie gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von 3 Tagen. Lasse sie vor dem Servieren kurz auf Zimmertemperatur kommen.

Weitere festliche Alternativen findest du in meinen 5 Weihnachtsrezepten ohne Haushaltszucker.

4. Haselnuss-Schneebälle

Diese kleinen Kugeln werden nach dem Backen in Puderzucker gewälzt. Dadurch entsteht die typische helle Oberfläche.

Kleine Haselnuss-Schneebälle mit feinem Puderzucker

Der Teig enthält kein Ei und bleibt besonders mürbe. Bewege die warmen Schneebälle deshalb vorsichtig.

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 28 Schneebälle
  • Vorbereitungszeit: etwa 20 Minuten
  • Kühlzeit: 30 Minuten
  • Backzeit: 12 bis 14 Minuten pro Blech
  • Abkühl- und Dekorationszeit: etwa 30 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 20 Minuten
  • Backtemperatur: 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft

Zutaten

  • 150 g weiche Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 180 g Weizenmehl, Type 405
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1 Prise Salz
  • etwa 80 g Puderzucker zum Wälzen und Bestäuben

Zubereitung

  1. Verrühre die weiche Butter mit 60 g Puderzucker.
  2. Gib Vanillepaste und Salz hinzu.
  3. Ergänze Mehl und gemahlene Haselnüsse.
  4. Verknete alles kurz zu einem gleichmäßigen Teig.
  5. Decke den Teig ab und stelle ihn 30 Minuten in den Kühlschrank.
  6. Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft vor.
  7. Lege ein Backblech mit Backpapier aus.
  8. Teile den Teig in etwa 28 Portionen von jeweils ungefähr 17 g.
  9. Rolle daraus kleine glatte Kugeln.
  10. Lege sie mit etwas Abstand auf das Backblech.
  11. Backe die Schneebälle 12 bis 14 Minuten. Sie sollen hell bleiben und nur an der Unterseite leicht Farbe bekommen.
  12. Lasse sie nach dem Backen ungefähr 5 Minuten auf dem Blech ruhen.
  13. Gib einen Teil des übrigen Puderzuckers in eine flache Schale.
  14. Wälze die noch warmen, aber nicht mehr ganz weichen Kugeln sehr vorsichtig im Puderzucker.
  15. Lege sie auf ein Kuchengitter und lasse sie vollständig auskühlen.
  16. Bestäube sie anschließend bei Bedarf noch einmal mit etwas frischem Puderzucker.

Mein Gelingtipp

Versuche nicht, die Schneebälle direkt nach dem Herausnehmen aus dem Ofen zu bewegen.

In den ersten Minuten sind sie besonders empfindlich und können leicht auseinanderbrechen.

Aufbewahrung

Bewahre die vollständig ausgekühlten Schneebälle trocken und kühl in einer gut schließenden Dose auf.

Lege Backpapier zwischen mehrere Schichten. Bei sauberer und trockener Lagerung sind etwa 10 bis 14 Tage eine praktische Orientierung.

Prüfe sie vor dem Servieren trotzdem auf ungewöhnlichen Geruch, Feuchtigkeit oder sichtbare Veränderungen.

5. Haselnuss-Dattel-Kekse mit glutenfreier Mehlmischung

Diese Kekse erhalten ihre Süße vor allem durch Datteln. Sie bleiben etwas weicher und feuchter als klassische Mürbeteigplätzchen.

Weiche Haselnuss-Dattel-Kekse mit gehackten Haselnüssen

Damit die Konsistenz zuverlässig wird, wird eine glutenfreie Universal-Backmischung verwendet. Ein beliebiges glutenfreies Einzelmehl lässt sich nicht automatisch in derselben Menge einsetzen.

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 22 bis 24 Kekse
  • Vorbereitungszeit: etwa 25 Minuten
  • Zusätzliche Einweichzeit bei festen Datteln: 10 Minuten
  • Kühlzeit: 45 Minuten
  • Backzeit: 12 bis 14 Minuten pro Blech
  • Abkühlzeit: etwa 25 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 45 Minuten
  • Backtemperatur: 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft

Zutaten

  • 140 g weiche, entsteinte Datteln
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Ei, Größe M
  • 130 g glutenfreie Universal-Backmischung für Kuchen und Kekse
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 40 g fein gehackte Haselnüsse
  • ½ TL glutenfreies Backpulver
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Prüfe sorgfältig, ob alle Datteln vollständig entsteint sind.
  2. Sind die Datteln fest oder trocken, übergieße sie mit warmem Wasser und lasse sie 10 Minuten einweichen.
  3. Gieße sie anschließend vollständig ab und tupfe sie gründlich trocken.
  4. Gib die Datteln in einen geeigneten Zerkleinerer und verarbeite sie in kurzen Intervallen zu einer klebrigen Masse.
  5. Ergänze die weiche Butter und das Ei.
  6. Verarbeite alles kurz zu einer möglichst gleichmäßigen Mischung.
  7. Vermische die glutenfreie Backmischung mit gemahlenen Haselnüssen, gehackten Haselnüssen, Backpulver, Zimt und Salz.
  8. Gib die Dattelmasse zu den trockenen Zutaten.
  9. Verrühre alles mit einem stabilen Löffel oder Teigschaber zu einem gleichmäßigen Teig.
  10. Decke den Teig ab und stelle ihn 45 Minuten in den Kühlschrank.
  11. Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vor.
  12. Lege ein Backblech mit Backpapier aus.
  13. Teile den Teig in etwa 22 bis 24 Portionen.
  14. Forme mit leicht angefeuchteten Händen kleine Kugeln und drücke sie auf dem Blech flach.
  15. Backe die Kekse 12 bis 14 Minuten.
  16. Lasse sie zunächst 5 Minuten auf dem Blech ruhen.
  17. Lege sie anschließend auf ein Kuchengitter und lasse sie vollständig auskühlen.

Ein kompakter Food Processor* kann beim Zerkleinern der klebrigen Datteln helfen. Ein bereits vorhandener leistungsfähiger Zerkleinerer reicht ebenfalls aus. Beachte immer die Herstellerangaben und verarbeite harte Datteln nicht in einem dafür ungeeigneten Gerät.

Wann sind die Kekse wirklich glutenfrei?

Die Angabe „glutenfrei“ ist nur verlässlich, wenn:

  • die Backmischung entsprechend gekennzeichnet ist,
  • auch Backpulver und Gewürze geprüft wurden,
  • alle weiteren verarbeiteten Zutaten geeignet sind,
  • saubere Geräte und Arbeitsflächen verwendet werden,
  • eine Verunreinigung mit glutenhaltigem Mehl vermieden wird.

Nach der EU-Verordnung darf die Angabe „glutenfrei“ nur verwendet werden, wenn das Lebensmittel höchstens 20 mg Gluten pro kg enthält.

Mein Gelingtipp

Eingeweichte Datteln müssen gut abtropfen und trocken getupft werden.

Zusätzliches Wasser kann den Teig zu weich machen und dazu führen, dass die Kekse stärker verlaufen.

Aufbewahrung

Bewahre die Kekse gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von 3 bis 4 Tagen.

Alternativ kannst du sie nach dem vollständigen Auskühlen portionsweise einfrieren.

Warum Datteln, Sirup oder andere Süßungsmittel beim Backen nicht automatisch dieselbe Funktion wie Zucker erfüllen, erkläre ich in meinen 7 Grundregeln für zuckerarmes Backen.

6. Haselnuss-Karamell-Taler

Bei diesen Plätzchen wird kein heißer Zucker karamellisiert.

Stattdessen backst du kleine Haselnuss-Mürbeteigtaler mit einer Vertiefung. Nach dem vollständigen Auskühlen werden sie sparsam mit fertiger Karamellcreme gefüllt.

Gebackene Haselnuss-Taler mit kleiner Karamellfüllung

Dadurch ist die Zubereitung deutlich einfacher und kontrollierbarer.

Rezeptübersicht

  • Menge: etwa 24 bis 26 Taler
  • Vorbereitungszeit: etwa 25 Minuten
  • Kühlzeit: 45 Minuten
  • Backzeit: 12 bis 14 Minuten pro Blech
  • Abkühl- und Füllzeit: etwa 30 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 50 Minuten
  • Backtemperatur: 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft

Zutaten

  • 180 g Weizenmehl, Type 405
  • 80 g gemahlene Haselnüsse
  • 70 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 130 g kalte Butter
  • 1 Eigelb, Größe M
  • 100 g fertige Karamellcreme
  • optional 30 g Zartbitterschokolade für dünne Dekorlinien

Zubereitung

  1. Vermische Mehl, gemahlene Haselnüsse, Puderzucker und Salz.
  2. Schneide die kalte Butter in kleine Würfel und gib sie hinzu.
  3. Ergänze das Eigelb.
  4. Verknete alles zügig zu einem gleichmäßigen Mürbeteig.
  5. Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, decke ihn ab und stelle ihn 45 Minuten in den Kühlschrank.
  6. Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vor.
  7. Lege ein Backblech mit Backpapier aus.
  8. Teile den Teig in etwa 24 bis 26 Portionen von jeweils ungefähr 18 g.
  9. Rolle daraus Kugeln und lege sie mit Abstand auf das Backblech.
  10. Drücke mit dem Ende eines sauberen Kochlöffelstiels vorsichtig eine Vertiefung in jede Kugel.
  11. Drücke nicht vollständig durch den Teigboden.
  12. Backe die Taler 12 bis 14 Minuten.
  13. Prüfe die Vertiefungen direkt nach dem Backen. Sind sie etwas aufgegangen, drückst du sie sehr vorsichtig noch einmal mit dem Kochlöffelstiel nach.
  14. Lasse die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen.
  15. Lege sie danach auf ein Kuchengitter und lasse sie vollständig auskühlen.
  16. Rühre die fertige Karamellcreme kurz glatt.
  17. Gib etwa ½ TL Karamellcreme in jede Vertiefung.
  18. Verziere die Taler auf Wunsch mit wenigen dünnen Linien geschmolzener Zartbitterschokolade.
  19. Lasse Füllung und Dekoration fest werden, bevor du die Plätzchen verpackst.

Mein Gelingtipp

Fülle die Taler erst, wenn sie vollständig ausgekühlt sind.

Auf warmen Plätzchen kann die Karamellcreme:

  • dünnflüssiger werden,
  • aus der Vertiefung laufen,
  • die Plätzchen aufweichen.

Aufbewahrung

Beachte zuerst die Lagerungshinweise der verwendeten Karamellcreme.

Muss sie nach dem Öffnen gekühlt werden, gehören auch die gefüllten Plätzchen in den Kühlschrank. Bewahre sie getrennt von Puderzuckergebäck auf und verbrauche sie möglichst innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Häufige Probleme beim Backen

Der Teig ist sehr bröselig

Mögliche Ursachen:

  • zu viel Mehl,
  • Zutaten nicht genau abgewogen,
  • Butter nicht gleichmäßig verteilt,
  • Teig noch nicht vollständig verbunden.

Knete Mürbeteig zunächst kurz mit den Händen weiter. Die Handwärme kann helfen, die Butter gleichmäßiger zu verteilen.

Bleibt ein klassischer Butterteig sehr trocken, kannst du höchstens 1 TL kaltes Wasser ergänzen. Gib nicht sofort mehrere Esslöffel hinzu.

Die Plätzchen laufen auseinander

Mögliche Ursachen:

  • Teig war zu warm,
  • Butter war teilweise geschmolzen,
  • Kühlzeit wurde verkürzt,
  • Plätzchen lagen auf einem noch warmen Backblech.

Stelle sehr weiche geformte Plätzchen vor dem Backen noch einmal 10 bis 15 Minuten kühl.

Die Plätzchen werden trocken

Mögliche Ursachen:

  • zu lange Backzeit,
  • zu viel Mehl,
  • sehr kleine Plätzchen,
  • falsche Ofentemperatur.

Plätzchen werden beim Auskühlen fester. Warte deshalb nicht, bis sie bereits im Ofen vollständig hart wirken.

Die Füllung läuft heraus

Nougat oder Karamellcreme waren vermutlich:

  • zu warm,
  • zu dünn aufgetragen,
  • auf noch warme Plätzchen gegeben.

Fülle immer vollständig ausgekühltes Gebäck und verwende nur eine kleine Menge.

Die Plätzchen brechen beim Umsetzen

Lasse sie nach dem Backen zunächst etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen.

Besonders Schneebälle, Sterne und glutenfreie Kekse können warm noch sehr empfindlich sein.

Haselnuss-Plätzchen richtig aufbewahren

Verpacke Plätzchen erst, wenn sie vollständig ausgekühlt sind.

Restwärme kann in einer geschlossenen Dose Feuchtigkeit erzeugen.

Trockene Sorten

Schoko-Haselnuss-Plätzchen und Schneebälle werden:

  • kühl,
  • trocken,
  • lichtgeschützt,
  • in einer gut schließenden Dose

aufbewahrt.

Weichere Sorten

Vegane Bananen-Kekse und Dattel-Kekse enthalten mehr Feuchtigkeit.

Lagere sie:

  • separat,
  • gut verschlossen,
  • im Kühlschrank,
  • nur für den jeweils genannten kurzen Zeitraum.

Gefüllte Sorten

Nougat-Sterne und Karamell-Taler sollten nicht gemeinsam mit Puderzuckergebäck aufbewahrt werden.

Füllungen können:

  • andere Plätzchen verkleben,
  • zusätzliche Feuchtigkeit übertragen,
  • andere Lagerbedingungen benötigen.

Mit separaten Plätzchendosen* können verschiedene trockene Sorten voneinander getrennt werden. Mehrere vorhandene gut schließende Dosen oder Backpapier zwischen den Lagen reichen ebenfalls aus.

Kann ich die Plätzchen einfrieren?

Am unkompliziertesten lassen sich ungefüllte und vollständig ausgekühlte Plätzchen einfrieren.

Gehe dabei so vor:

  1. Plätzchen vollständig auskühlen lassen.
  2. Lagen mit Backpapier trennen.
  3. In einen geeigneten Behälter geben.
  4. Möglichst luftdicht verschließen.
  5. Im geschlossenen Behälter auftauen lassen.

Nougat, Karamell, Schokoladendekoration und eine frische Puderzuckerschicht kannst du nach Möglichkeit erst nach dem Auftauen ergänzen.

Allergene und Zutatenhinweise

Alle 6 Rezepte enthalten Haselnüsse.

Je nach Rezept kommen weitere kennzeichnungspflichtige Allergene hinzu:

  • Weizen beziehungsweise glutenhaltiges Getreide,
  • Eier,
  • Milch und Butter,
  • Soja in Schokolade, Nougat oder Karamellcreme,
  • weitere Schalenfrüchte aufgrund der verwendeten Produkte.

Absichtlich verwendete Allergene müssen in Zutatenverzeichnissen gekennzeichnet werden. Freiwillige Spurenhinweise beziehen sich dagegen auf mögliche unbeabsichtigte Verunreinigungen und sind rechtlich nicht in gleicher Weise geregelt.

🌰 WTF-Fakt: „Kann Spuren von Nüssen enthalten“ bedeutet nicht, dass Haselnüsse als geplante Rezeptzutat enthalten sind. Werden Haselnüsse absichtlich verwendet, müssen sie ausdrücklich als Allergen angegeben werden.

Prüfe bei Allergien immer die konkreten Verpackungen von:

  • Schokolade,
  • Nougat,
  • Karamellcreme,
  • Backpulver,
  • Margarine,
  • glutenfreier Backmischung,
  • Gewürzen.

Häufige Fragen zu Haselnuss-Plätzchen

Häufig wurden zu viel Mehl oder zu wenig bindende Zutaten verwendet.

Wiege die Zutaten genau ab und knete den Teig zunächst kurz weiter. Bei einem klassischen Butterteig kann höchstens 1 TL kaltes Wasser helfen.

Meist war der Teig zu warm oder die Butter bereits sehr weich beziehungsweise teilweise geschmolzen.

Halte die Kühlzeit ein und lege geformte Plätzchen nicht auf ein warmes Backblech.

Nicht immer im Verhältnis 1:1.

Andere Nüsse unterscheiden sich bei:

  • Fettgehalt,
  • Geschmack,
  • Mahlgrad,
  • Feuchtigkeit.

Dadurch kann sich die Teigkonsistenz verändern. Bei einer diagnostizierten Haselnussallergie sind andere Nüsse außerdem keine pauschal sichere Alternative.

Trockene ungefüllte Sorten gehören in eine gut schließende Dose.

Nougat- und Karamellplätzchen werden separat gelagert. Beachte bei der Karamellcreme und beim Nougat zusätzlich die Hinweise auf der Verpackung.

Nur wenn sämtliche Zutaten entsprechend geeignet beziehungsweise gekennzeichnet sind und eine Verunreinigung in der Küche vermieden wird.

Ein normales Rezept wird nicht automatisch glutenfrei, nur weil Weizenmehl durch irgendein anderes Mehl ersetzt wird.

Fazit: 6 unterschiedliche Haselnuss-Plätzchen für die Weihnachtszeit

Die 6 Rezepte zeigen, wie unterschiedlich Haselnuss-Plätzchen schmecken können.

Für einen unkomplizierten Einstieg eignen sich die Schoko-Haselnuss-Plätzchen und Schneebälle. Die veganen Zimt-Kekse bleiben etwas weicher, während die Dattel-Kekse eine eigene glutenfreie Rezeptvariante bilden.

Die Nougat-Sterne benötigen durch Ausstechen und Füllen etwas mehr Zeit. Die Karamell-Taler sind einfacher als selbst gekochtes Karamell, weil die fertige Creme erst nach dem Backen in die Plätzchen kommt.

Noch mehr Nussgebäck findest du in meinen 3 Haselnussmakronen-Rezepten. Für den Adventskaffee passt außerdem mein Spekulatius-Cheesecake.

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